zur Navigation springen

Quickborn : „Aktion Christophorus“ sucht Eltern und Mentoren

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Derzeit fungieren laut Koordinatorin Susanne Golditz vom Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein 15 Menschen als Mentoren. „Die Aktion läuft gut“, sagt Golditz. Dennoch sieht sie Handlungsbedarf.

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Quickborn | Seit 2009 bringt die „Aktion Christophorus“ in Quickborn Menschen zusammen, die sich in gänzlich verschiedenen Lebensphasen befinden: hier Kinder und Jugendliche, die durch familiäre oder schulische Schwierigkeiten in ihrer Entwicklung auffällig werden – dort junge Senioren, die etwas von ihrer Lebens- und Berufserfahrung weitergeben möchten. Derzeit fungieren laut Koordinatorin Susanne Golditz vom Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein 15 Menschen als Mentoren. „Die Aktion läuft gut“, sagt Golditz. Dennoch sieht sie Handlungsbedarf.

Denn der Kontakt komme häufig über die Schulsozialarbeit, Lehrer oder vom Jugendamt bestellte Familienhelfer zustande. „Bis dahin ist meistens schon viel passiert“, sagt Golditz. Eltern könnten sich beispielsweise durch ihre Lebensumstände in einer Überforderungssituation befinden, manchmal durch Krankheit belastet sein oder „einfach nicht die Möglichkeit haben, sich ihren Kindern so zu widmen, wie sie es vielleicht gerne würden“, erläutert Golditz. Deshalb sei es wichtig, „das Angebot bekannter zu machen“. Sie wolle Eltern dazu ermutigen, „sich direkt bei uns zu melden, bevor schon massive Schwierigkeiten entstanden sind“.

Eine Stigmatisierung ihrer Kinder oder Jugendlichen durch die Teilnahme an der „Aktion Christophorus“ brauchen Eltern nicht zu befürchten. „Das Angebot ist absolut niedrigschwellig. Niemand wird dadurch aktenkundig“, betont Golditz, die aber nicht ausschließlich Eltern ansprechen möchte. „Wir wollen auch neue Mentoren hinzugewinnen“, sagt die Koordinatorin der im Juni 2009 von den Quickborner Rotariern ins Leben gerufenen Aktion, die vondem Club 2013 in die Trägerschaft des Diakonischen Werks Hamburg-West/Südholstein übergeben wurde.

„Leute, die aus dem Beruf ausscheiden, aber noch voller Energie stecken“, seien als Mentoren herzlich willkommen, betont Golditz. Die Grundbedingung für ein Engagement: die Bereitschaft, verbindlich einen Nachmittag pro Woche in einer Eins-zu-eins- Betreuung mit einem Schützling zu verbringen. In dem jeweiligen Zeitraum ist viel möglich – „von Hausaufgabenhilfe bis zum gemeinsamen Ausflug“, nennt Golditz Beispiele. „Es geht um sinnhaftes Tun im Alltag und darum, Strukturen vorzugeben und Werte zu vermitteln.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen