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Quickborn : AKN-Zugang Ellerau: Bürger sollen zahlen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ulf Hermanns-von der Heide (CDU) will Betroffene in die Pflicht nehmen.

von
erstellt am 28.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Quickborn | Wer von etwas profitiert, soll auch die Zeche zahlen: Ulf Hermanns-von der Heide (CDU) schlägt deshalb vor, dass die Bürger für den Neubau eines Zugangs zum AKN-Bahnhof Ellerau an der Bahnstraße mit aufkommen sollen. „Ich schlage daher vor, eine Abgabensatzung in der Stadt Quickborn zu verfassen – wie bei den Straßenbaukosten“, sagt Hermanns-von der Heide.

Wie berichtet, wurde der Zugang an der Bahnstraße zum AKN-Bahnhof Ellerau 2011 durch die Eisenbahnaufsicht des Verkehrsministeriums per Maschendrahtzaun gesperrt, weil eine Überquerung der Landesstraße 76, auf der täglich bis zu 10.000 Autos und Lkw fahren, zu gefährlich sei. Quickborn und Ellerau einigten sich darauf, eine Querung an einer anderen Stelle zu bauen.

Doch die beiden Kommunen können sich nicht einig werden, wie viel jeder zahlen soll. Die Kosten betragen 160.000 Euro. Zunächst hatten sich die Verantwortlichen auf eine Fifty-Fifty-Lösung geeinigt. Nun will Ellerau jedoch weniger Geld zahlen, weil Quickborn den größeren Nutzen habe.

„Ich unterstütze den Wunsch der etwa 400 betroffenen Bürger. Allerdings lässt die aktuelle haushaltspolitische Situation keine Geschenke zu“, sagt Hermanns- von der Heide.

Dass es sich bei dieser Stellungnahme um eine nicht abgestimmte Einzelmeinung und nicht um die Meinung der CDU-Fraktion handelt, betont indes der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Hensel. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hatte das Thema während der jüngsten Sitzung auf der Agenda – aber eine Entscheidung wurde vertagt.

Unterdessen hat sich die Bürgerinitiative (BI) Quickborn 2011 erneut zu Wort gemeldet: „Selbstverständlich erwarten auch wir, dass sorgsam mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umgegangen wird. Doch hier sehen wir die Notwendigkeit der Investition und hoffen auf den Beschluss, dass die Stadt Quickborn den fehlenden Betrag zusätzlich aufbringt“, sagt Ernst Klöpner von der BI.

Er erinnerte daran, dass ein Bürger während der Ausschusssitzung erneut deutlich gemacht hätte, dass es gehbehinderten Personen nicht möglich sei, den Bahnhof oder das Nahversorgungszentrum zu erreichen, weil der Tunnel, durch den man ausweichen müsse, für Menschen mit Handicap nicht zu nutzen sei. „Auch alle anderen Personen müssen dort in dieser herbstlichen Jahreszeit besonders auf ihre Schritte achten. Nässe, Laub, Kurvenlage und Weggefälle sind die Probleme, die zu bewältigen sind,“ so Klöpner.

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