zur Navigation springen

Quickborn/Ellerau : AfD-Mitglied will Debatte mit Publikum

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Absage - die SPD lehnt eine Podiumsdiskussion ab.

von
erstellt am 24.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Quickborn | Er nimmt die Vorwürfe der Sozialdemokraten nicht hin. „Wenn die SPD schon über die AfD schreibt, als wäre sie der Untergang des Abendlands, hätte ich es besser gefunden, wenn sie sich auch einer öffentlichen Diskussion stellt“, sagte der Ellerauer Gemeindevertreter Heiko Evermann (Alternative für Deutschland, AfD) gestern gegenüber dieser Zeitung.

Wie berichtet, haben sich die SPD-Ortsvereine Quickborn, Ellerau, Hemdingen und Hasloh der bundesweiten Kampagne „Meine Stimme für Vernunft“ angeschlossen. Im Zuge dessen warnen sie vor der AfD-Politik. Am Sonnabend sprachen Mitglieder vor einer Hemdinger Bäckerei mit Bürgern über die Ziele der Partei. Jens-Olaf Nuckel, Vorsitzender der Quickborner SPD, bezeichnete sie als fremdenfeindlich und undemokratisch.

In einem offenen Brief an Nuckel wies Evermann diese Vorwürfe zurück. Bei dem AfD-Parteitag in Stuttgart habe er eine „engagierte politische Debatte und Basisdemokratie erlebt“. „Das Parteiprogramm, das wir gemeinsam beschlossen haben, wäre vor 20 Jahren als CSU-Programm nicht aufgefallen“, sagte er. Antidemokratisches Verhalten habe er von anderer Seite erlebt. „Und zwar von linken, gewaltbereiten Demonstranten, die mich mit körperlicher Gewalt daran gehindert haben, auf das Messegelände zu kommen“, berichtete er.

Evermann forderte Nuckel zu einer öffentlichen Diskussionsrunde über das AfD-Programm im Ellerauer Bürgerhaus auf. Die Bürger sollten selbst über das AfD-Programm befinden. Doch Nuckel zeigte sich gegenüber dieser Zeitung dazu nicht bereit. „Diese Plattform biete ich ihm nicht“, sagte er. Evermann könne gern die Info-Stände der SPD besuchen. „Ich würde mich mit ihm auseinandersetzen“, sagte Nuckel zu. Das Ziel der Kampagne sei aber weiter gefasst. Er wolle sich nicht nur mit Evermann, sondern mit allen Bürgern auseinandersetzen.

Evermann bedauerte auf Anfrage diese Haltung. „Demokratie lebt von der öffentlichen Debatte“, sagte er. Den nächsten SPD-Info-Stand werde er aber gern besuchen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen