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Quickborner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 22:29 Uhr

Ellerau : Absage für den Investor

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Gemeinde will selbst ein Haus für 30 Flüchtlinge bauen.

shz.de von
erstellt am 12.Mär.2016 | 10:00 Uhr

Ellerau | Nach einer Bürgerversammlung zur Unterbringung geflüchteter Menschen in Ellerau hat die Gemeindevertretung am Donnerstag Weichen gestellt. Sie rechnet mit der Ankunft von etwa 100 Asylbewerbern bis zum Jahresende.

Bei einer Gegenstimme lehnte das Gremium das Angebot eines Investors zum Bau eines Flüchtlingsheims im Finkenweg 5 ab. Gründe: Nach Aussage von Bürgermeister Eckart Urban ist der Investor nicht bereit, der Gemeinde nur die Hälfte der Wohnungen zu vermieten. Außerdem werde das Objekt für die Kommune zu teuer.

Stattdessen beauftragten die Politiker die Verwaltung mit der Anmietung oder dem Kauf von Bestandswohnungen für die Einquartierung geflüchteter Menschen. Sie soll mit diesem Anliegen per Brief auf die Einwohner Elleraus zugehen und die Kosten in den Nachtragshaushalt einstellen.

Ein Gebäude für bis zu 30 Menschen soll auf dem gemeindeeigenen Grundstück im Finkenweg 7 errichtet werden. Der Rat möchte zudem die Option haben, das Haus um dieselbe Größe zu erweitern. Einen dahingehenden Beschluss sollen der Bau- sowie der Koordinierungs- und Finanzausschuss vorbereiten, entschied der Gemeinderat einstimmig. Nicht zuletzt soll die Gemeindeverwaltung Standorte für die vorübergehende Aufstellung von Wohncontainern für weitere Flüchtlinge prüfen. Auch dieser Beschluss wurde bei einer Gegenstimme gefasst.

Wie berichtet, brachte bisher die Stadt Norderstedt die Ellerau zugewiesenen Flüchtlinge unter. Die Vereinbarung läuft zum 31. Oktober aus.

Die Ellerauer SPD fordert die Stelle eines Flüchtlingsbetreuers in der Verwaltung. Bei der Personalsuche für die Volkshochschule und die Bücherei soll auf Qualifikationen für die Integration geachtet werden. Ein Willkommens-Café könne in der Seniorenbegegnungsstätte eingerichtet werden. Den Sportvereinen sollen Hallenzeiten für integrative Angebote eingeräumt werden.
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