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Quickborner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 18:23 Uhr

Quickborn : A7-Brücke: Ärger über Sperrung

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Sanierung an der Ulzburger Landstraße verzögert sich.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2015 | 10:00 Uhr

Quickborn | Dicke Luft herrscht derzeit im Quickborner Rathaus. Allerdings nicht wegen interner Querelen, sondern wegen der Sanierung der Brücke an der Ulzburger Landstraße über die Bundesautobahn 7 (A7). Grund: Nach neuesten Informationen des Bürgermeisterbüros zieht sich die Sperrung noch bis Mitte Mai hin.

Letzter Kenntnisstand der Verwaltung in Sachen Aufhebung der Sperrung: Mitte April. Die neuerliche Verzögerung geht laut Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) aus einem vom 3. April datierenden Schreiben des Landesverkehrsministeriums hervor, das am vergangenen Dienstag in Quickborn eintraf. Allerdings sei diese Mitteilung nicht auf Initiative der Behörde selbst erfolgt, sondern erst durch eine von ihm begonnene Korrespondenz mit Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD), erklärte Köppl am Rande eines Pressegesprächs.

Die Informationspolitik sorgt für großen Unmut im Rathaus. „Wir haben seit Beginn der Maßnahmen nicht einen einzigen Brief bekommen, außer zweien von Verkehrsminister Meyer, der sagte, er habe sich im Rahmen seiner Möglichkeiten gekümmert“, berichtete das Stadtoberhaupt. Auch Jochen Lattmann, Leiter des Bürgermeisterbüros, zeigte sich gestern nicht eben amüsiert über den zäh fließenden Strom der Auskünfte: „Wir müssen jede einzelne Info abfragen und jetzt Bürgern, die uns anrufen, erklären, bis wann die Brücke gesperrt ist. Dabei ist es keine Baustelle der Stadt Quickborn. “ Auch Köppl hielt fest: „Für diese Brücke ist das Land zuständig.“

Termin nunmehr zum dritten Mal verschoben

Doch genau dieser Punkt ist es, der den Ärger in der Verwaltung verursacht. Denn nach Kenntnisstand des Bürgermeisterbüros lag die Verantwortung zunächst beim Landesbetrieb Verkehr, nachdem im Januar der Sanierungsbedarf festgestellt worden war. Danach sei die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) zuständig gewesen, ehe die Verantwortung an die Projektgesellschaft zum Ausbau der A7, die Via Solutions Nord, übergegangen sei.

Doch passiert sei seitdem nichts, beklagte Köppl. Im Gegenteil. „Das ist seit drei Monaten eine konzentrierte Zuständigkeitsschieberei“, schimpfte der Bürgermeister, der Anfang des Jahres noch mit einer Sperrung bis Ende Februar rechnete. Daraus wurde Ende März, dann Mitte April. Nach der nunmehr dritten Verschiebung dürfte im Rathaus eine gewisse Skepsis darüber herrschen, dass die Brücke Mitte Mai wieder befahrbar sein wird.

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