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Quickborner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 11:35 Uhr

A 7-Ausbau: Droht der Verkehrskollaps?

vom

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Quickborn/Hamburg | Es ist ein Horror-Verkehrsszenario: Lange Staus auf der Autobahn (A 7) und ein damit einhergehender Verkehrskollaps auf den Nebenstraßen in Quickborn und Umgebung, die als Umleitungsstrecken genutzt werden - die Befürchtungen und Sorgen der Quickborner CDU sind groß, dass der bevorstehende sechsstreifige Ausbau der A 7 zu einem Verkehrskollaps vor der eigenen Haustür führen wird.

Voraussichtlich ab Frühjahr 2014 bis 2018 wird die Baustelle zwischen Bordesholmer Dreieck und Schnelsen-Nord den Verkehr behindern (wir berichteten). "Schon heute ist die Verkehrssituation angespannt", sagt Quickborns Stadtrat Klaus Hensel (CDU). Der CDU-Ortsverband hat die Initiative "Baustellenmanagement A 7" ins Leben gerurfen und nahm im Mai an einer ersten Klausurtagung teil. Mit dabei waren auch die anderen christdemokratischen Ortsverbände der A 7-Achse sowie die CDU Hamburg.

Die Initiative tritt für Maßnahmen zur Bekämpfung der zu befürchtenden Staus ein. "Wir fordern ein umfassendes und vorsorgendes Management als Begleitung für den Ausbau der A 7. Die Landesregierungen werden aufgefordert, zügig ein Konzept zu erarbeiten", sagt Hensel. Daran sollen sich Vertreter der AKN, der Hochbahn und auch des Hamburger Hafens beteiligen, um mit gebündeltem Sachverstand das Problem zu minimieren, so Hensel weiter.

Die Initiative hat bereits vorgelegt und macht Vorschläge für ein länderübergreifendes Baustellenmanagement: So setzen sich die Christdemokraten für ein intelligentes Verkehrsführungs- und Verkehrsmanagementsystem ein, das alle Länder mit einbezieht. Das kann in einer Internet-Seite und einer Handy-App bestehen, die die Pendler über Behinderungen informieren und Alternativen aufzeigen sowie in der bedarfsgerechten Schaltung von Ampeln an den Ausweichrouten. "Vor allem in den Stoßzeiten", sagt Hensel.

Auch ein Verkehrsleitsystem um Hamburg herum und eine rechtzeitige und umfängliche Information der Verkehrsteilnehmer und der Bevölkerung in Rundfunk, Presse und Internet gehören zu den Forderungen, um dem drohenden Verkehrsinfarkt Einhalt zu gebieten. "Autofahrer aus Flensburg sollten im Fall von Staus schon ab Neumünster umgeleitet werden", schlägt Hensel vor.

Die CDU appelliert auch an die Pendler, das Auto zu Hause stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. "Deswegen fordern wir vermehrte Züge der AKN, die bis zum Hauptbahnhof direkt durchfahren, und einen Zehn-Minuten-Takt", sagt Hensel. Auf Initiative der CDU hin sollen mehr "Park and Ride"-Plätze an den beiden Quickborner AKN-Stationen Meeschensee und Tanneneck eingerichtet werden, damit dort ausreichend Parkplätze vorhanden sind. Hensel kündigte weitere Treffen an, auf denen der Fortgang der Maßnahmen besprochen wird und gegebenenfalls weitere Initiativen forciert werden.

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