Spender verzweifelt gesucht : Jenny aus Quickborn kämpft gegen Leukämie

Nur vier Tage nach der Geburt ihres Sohnes erhielt die 35-jährige Jenny zum ersten Mal die Diagnose Blutkrebs.
Nur vier Tage nach der Geburt ihres Sohnes erhielt die 35-jährige Jenny zum ersten Mal die Diagnose Blutkrebs.

Aufgrund der Corona-Pandemie kann keine Typisierungsaktion stattfinden. Freiwillige müssen sich online registrieren.

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06. März 2021, 08:00 Uhr

Quickborn | Sie möchte doch einfach nur ihren fünf Monate alten Sohn ins Leben begleiten. Doch das Schicksal macht der 35-jähriger Quickbornerin Jenny einen Strich durch die Rechnung. Denn sie ist lebensbedrohlich erkrankt. Nur vier Tage nach der Geburt ihres Sohnes erhält sie die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs.

Sie kämpft und schafft es. Nur wenige Monate später dann der Rückfall. Der Krebs ist zurück und aggressiver als vorher. Jetzt braucht Jenny dringend einen passenden Stammzellspender, der ihr das Leben rettet.

Große Typisierungsaktionen vor Ort fallen aus

Die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) bittet nun um eine Registrierung Spendenwilliger. Die 35-Jährige benötigt einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen, der auch noch zur Stammzellspende bereit ist. Eine große Typisierungsaktion vor Ort fällt coronabedingt allerdings aus.

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Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Im Jahr 2020 konnte die DKMS mehr als 6800 Stammzellspenden vermitteln. Rund 400.000 neue Stammzellspender haben sich zudem in Deutschland neu registriert. Das ist knapp ein Drittel weniger im Vergleich zum Vorjahr. „Unser Engagement ist wichtiger als je zuvor. Blutkrebs macht keine Corona-Pause“, ist sich Dr. Elke Neujahr, Vorsitzende der DKMS-Geschäftsführung, sicher.

Im vergangenen Jahr fanden allein in Deutschland bis Ende November 5108 Stammzellentnahmen von DKMS-Stammzellspendern statt – trotz der Corona-Pandemie. 845 Transplantate gelangten bis Ende November auf dem Luftweg zu ihren jeweiligen Patienten.

Die Registrierung geht einfach und schnell: Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einverständniserklärung kann jeder nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen. DKMS

Deswegen ist es jetzt umso wichtiger, dass sich Freiwillige möglichst schnell online registrieren. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann Jenny und anderen Patienten im Kampf gegen Leukämie helfen. Mit einem Klick können die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellt werden. „Die Registrierung geht einfach und schnell: Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einverständniserklärung kann jeder nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen“, erläutert die DKMS.

Besonders wichtig sei, dass die Wattestäbchen nach dem erfolgten Wangenschleimhautabstrich zeitnah zurückgesendet werden. Erst wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spender für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung.

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