70 neue Fälle in 24 Stunden : Corona im Kreis Segeberg: Erster Verdacht auf Omikron-Variante

Avatar_shz von 08. Dezember 2021, 18:11 Uhr

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Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre es der erste Omikron-Fall im Kreis Segeberg.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre es der erste Omikron-Fall im Kreis Segeberg.

Die Mutation hat nun möglicherweise auch den Kreis Segeberg erreicht. Bei einem der 70 nachgewiesenen Corona-Fälle besteht nach Kreisangaben der Verdacht.

Kreis Segeberg | Die Omikron-Variante ist momentan in aller Munde. Die Mutation des Coronavirus breitet sich inzwischen in Deutschland und nun auch offenbar im Kreis Segeberg aus. Wie Kreissprecherin Sabrina Müller am Mittwoch (8. Dezember) mitteilte, gibt es bei einem der insgesamt 70 bestätigten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden den Verdacht auf eine Infektion mit der Omikron-Variante. Verdacht wird aktuell überprüft Derzeit werde der Verdacht noch überprüft. „Die weitergehende Sequenzierung des Abstrichs ist bereits veranlasst. Mit einem Ergebnis ist in ein bis zwei Wochen zu rechnen“, so Müller. Sollte sich am Ende der Verdacht bestätigen, wäre es der erste Omikron-Fall im Kreisgebiet. Die Person hatte sich nach Angaben der Kreissprecherin zuvor zwei Wochen in einem anderen Bundesland aufgehalten, war allerdings nicht im Ausland. Zunächst berichtete das südafrikanische Gesundheitsministerium über die Identifizierung der neuartigen Variante B.1.1.529. Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft die Mutation als besorgniserregend ein. Auch Virologe Christian Drosten sieht mit der Variante ein deutliches Problem auf Deutschland zukommen. Das Kontaktpersonen-Management greift Der Kreis Segeberg ist den Empfehlungen des RKI gefolgt. Demnach greift nun das Kontaktpersonen-Management. Das besagt, dass sich außer der infizierten Person und den nicht geimpften Kontaktpersonen auch alle vollständig geimpften Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne begeben müssen. Dies ist laut Müller bei dem Verdachtsfall auch geschehen. Hinzu kommen vier Todesfälle innerhalb der vergangenen sieben Tage im Kreis Segeberg, die nach Angaben der Kreisverwaltung in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Diese Zahl ist im Vergleich zu den vergangenen Monaten relativ hoch. Verstorben sind demnach ein 75 Jahre alter Bewohner einer Pflegeeinrichtung. „Seine Infektion steht nicht im Zusammenhang mit einem größeren Ausbruchsgeschehen“, erklärt Müller. Drei weitere Todesfälle meldete die Kreissprecherin am Montag (6. Dezember). Verstorben sind eine 81 Jahre alte Frau und ein 81 Jahre alter Mann ohne Bezug zu einer Pflegeeinrichtung sowie ein 70-jähriger Mann, der in einem Hamburger Pflegeheim lebte, aber noch im Kreis Segeberg gemeldet war. Damit ist die Zahl der Corona-Todesfälle im Kreis Segeberg auf nun 186 angestiegen. Nach wie vor besteht ein sehr diffuses Infektionsgeschehen, und wie bereits in den vergangenen Wochen sind häufig mehrere Haushaltsmitglieder betroffen. Indes hat sich die Corona-Lage im Segeberger Kreisgebiet wieder etwas stabilisiert. Zwar haben die meisten Städte und Gemeinden des Kreises auch weiterhin eine 7-Tage-Inzidenz von teilweise deutlich über 100, doch Ausreißer wie in den vergangenen Wochen gibt es nach Auswertungen der Kreisverwaltung momentan nicht. „Nach wie vor besteht ein sehr diffuses Infektionsgeschehen, und wie bereits in den vergangenen Wochen sind häufig mehrere Haushaltsmitglieder betroffen“, erläutert die Kreissprecherin weiter. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Segeberg lag am 7. Dezember bei 146,4. Einen leichten Anstieg der Fälle gibt es in der Gemeinde Ellerau zu verzeichnen. Dort sind aktuell neun Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das entspricht einer 7-Tage-Inzidenz von 142,9 in der knapp 6300 Einwohner großen Gemeinde. Auch in Norderstedt ist der Wert wieder gestiegen, von 141,5 auf nun 157,9. Den höchsten Wert verzeichnet der Kreis momentan im Amt Kisdorf mit einer Inzidenz von 278,7. In Wahlstedt liegt der Wert hingegen nur bei 40,7. Die Gesamtzahl aller bisher nachgewiesenen Infizierten im Kreis beträgt jetzt 10.475. Wieder als genesen gelten 9.560 Menschen. Aktuell sind 729 Personen mit Corona infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 689 Personen, wieder aus dieser entlassen sind 21.113. 21 Personen werden in einer Klinik versorgt, drei davon intensivmedizinisch. ...

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