Staatsanwaltschaft ermittelt : 59-Jähriger aus Quickborn soll Kind missbraucht haben

Der Rentner soll die Tochter eines befreundeten Ehepaars am 5. und 6. August 2013 vom Kindergarten abgeholt haben. Bei sich zu Hause habe er dem Mädchen dann in den Intimbereich gegriffen.
Der Rentner soll die Tochter eines befreundeten Ehepaars am 5. und 6. August 2013 vom Kindergarten abgeholt haben. Bei sich zu Hause habe er dem Mädchen dann in den Intimbereich gegriffen.

Das mutmaßliche Opfer: Ein zum Tatzeitpunkt sechsjähriges Mädchen.

shz.de von
03. Juli 2015, 10:00 Uhr

Quickborn | Die Staatsanwaltschaft Itzehoe beschuldigt einen 59 Jahre alten Mann aus Quickborn, ein zum Tatzeitpunkt sechsjähriges Mädchen missbraucht zu haben. Der Rentner soll die Tochter eines befreundeten Ehepaars am 5. und 6. August 2013 vom Kindergarten abgeholt haben. Bei sich zu Hause habe er dem Mädchen dann in den Intimbereich gegriffen, teilte Oberstaatsanwalt Uwe Dreeßen auf Anfrage des Quickborner Tageblattes mit. Weil er mit dem Finger in das Mädchen eingedrungen sei, laute die Anklage auf schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes. „Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Gefängnisstrafe von mindestens zwei Jahren“, sagte Dreeßen.

Warum der Fall erst jetzt verhandelt wird, konnte der Oberstaatsanwalt nicht sagen. Angezeigt wurde der Missbrauch demnach bereits 2013. „Möglicherweise war ein aussagepsychologisches Gutachten zu erstellen. Das kann mitunter dauern“, nannte Dreeßen einen möglichen Grund. In solch einem Gutachten wird die Glaubwürdigkeit einer Aussage bewertet, etwa wenn es nur einen Zeugen der geschilderten Tat gibt. Diese Beurteilung gilt mitunter als Beweis für die Richtigkeit einer Aussage.

Zuständig ist das Jugendschöffengericht in Pinneberg, weil der Fall eine Jugendschutzsache ist und das Missbrauchsopfer möglicherweise aussagen muss. Der Prozess beginnt am 7. Juli.

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