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Quickborn : 300 Gäste hören international bekannten Tenor

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Mit Christoph Prégardien ist in Quickborn einer der gefragtesten lyrische Tenöre aufgetreten. Das Kammermusikensemble Ma’alot Quintett begleitete ihn vor etwa 300 Zuhörern im Artur-Grenz-Saal.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Quickborn | „Es ist nicht nur ein Highlight, sondern ein absolutes Highlight für Pinneberg und die Region“, schwärmte Bärbel Schneider, Schriftführerin der Freunde der Kammermusik Quickborn, am Sonnabendabend. Mit Christoph Prégardien trat einer der gefragtesten lyrischen Tenöre im Artur-Grenz-Saal auf.

Franz Schuberts „Winterreise“ wird üblicherweise am Klavier begleitet. Das war in Quickborn anders. Das Kammermusikensemble Ma’alot Quintett begleitete den international gefeierten Sänger auf Blasinstrumenten. Mit dabei waren Volker Tessmann (Fagott), Ulf-Guido Schäfer (Klarinette), Stephanie Winker (Flöte), Christian Wetzel (Oboe) und Sibylle Mahn (Horn). Die Akkordeon-Spielerin Heidi Luosujärvi und der Bassklarinettist Tino Plener rundeten das Ensemble ab.

Volker Tessmann (von links, Fagott), Tino Plener (Bassklarinette) und Ulf-Guido Schäfer (Klarinette) vom Ma’alot-Quintett begleiteten den Sänger.
Volker Tessmann (v. l., Fagott), Tino Plener (Bassklarinette) und Ulf-Guido Schäfer (Klarinette) vom Ma’alot-Quintett begleiteten den Sänger. Foto: Bastian Fröhlig

Etwa 300 Besucher verfolgten den besonderen Konzertabend. „Es ist fantastisch, dass das Publikum dieses hochklassige Angebot auch annimmt“, sagte Schneider erfreut. Mittlerweile genießen die Konzerte in Quickborn sowohl beim Publikum als auch bei den Musikern einen hohen Stellenwert. „Es sind hier schon viele bekannte Künstler aufgetreten und das zieht andere berühmte Künstler an. Mittlerweile hat es eine unglaubliche Eigendynamik entwickelt“, sagte Schneider.

Das Interesse an Quickborn hänge zum einen mit dem Artur-Grenz-Saal zusammen, der eine hervorragende Akustik biete. „Wir sind in der Kulturszene auch sehr gut vernetzt“, stellte Schneider zufrieden fest. Dies sei vor allem auf den künstlerischen Leiter der Kammermusik Quickborn, Eberhard Hasenfratz, zurückzuführen. „Als Dozent an der Akademie der Künste kennt er natürlich sehr viele herausragende Musiker und schafft es immer wieder, diese auch nach Quickborn zu holen“, erläuterte Schneider. Hasenfratz unterrichtet in Berlin Korrepetition und Kammermusik.

„Das war ein fantastischer Abend“, sagte Elisabeth Hintze. Die Hamburgerin war mit Ehemann und einem befreundeten Ehepaar für das Konzert nach Quickborn gekommen. „Ich kannte seine Aufnahmen von 2013, aber das war ja, anders als heute, am Klavier begleitet. So beeindruckend habe ich die Winterreise noch nie gehört“, schwärmte sie. „Akkordeon und Schubert passten für mich gedanklich nicht zusammen, aber es hat toll harmoniert.“ Für sie war es der erste Besuch in Quickborn. „Bisher kannte ich den Konzertsaal nicht, aber es zeigt, dass es auch im Hamburger Umland ein tolles kulturelles Angebot gibt“, sagte die Hanseatin lachend.

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