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„Ein Hoch auf diese Schule“ : 30 Jahre Elsensee-Gymnasium

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Das Elsensee-Gymnasium feierte am Donnerstag seinen 30. Geburtstag. Feier in der Sporthalle.

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2014 | 16:00 Uhr

Quickborn | Die meisten Quickborner waren noch nicht auf den Beinen, als kurz nach 8 Uhr mehr als 600 Schüler des Elsensee-Gymnasiums (ESG) mit einem Umzug durch die Innenstadt auf den runden Geburtstag ihrer Schule aufmerksam machten. Bei der Ankunft vor dem Rathaus wurden sie von Fachbereichsleiter Burkhard Arndt begrüßt. „Wir wollen nach 30 Jahren zeigen, dass unser Gymnasium noch lebendig ist und für die gute Zusammenarbeit danken“, rief Reiner Wüstenberg, stellvertretender Schulleiter und Koordinator des Festkomitees, durch das Megafon. Er drückte die Hoffnung aus, dass in den nächsten Jahren die geplante Schulsanierung vorangebracht werde.

Die Feier mit allen Klassen fand später in der Sporthalle statt. Schulleiter Michael Bülck begrüßte den stellvertretenden Bürgermeister, Klaus Hensel (CDU), die Vorsitzende des Bildungsausschusses, Ingrid Cloyd-Nuckel (SPD), den Schulelternbeirats-Vorsitzenden Christian Grunow, Schüler, Eltern und das Kollegium. Er dankte den Gründern und den vielen Personen, die aktiv und mit hohem persönlichen Einsatz an der Entwicklung und Gestaltung des Gymnasiums mitgewirkt haben. „In den zurückliegenden 30 Jahren haben drei Schulleiter, etwa 200 Lehrkräfte und tausende Schüler dem Elsensee-Gymnasium sein ganz eigenes, unverwechselbares Gesicht gegeben.“ Er erinnerte an die Arbeit als Kompetenz-Zentrum für Begabtenförderung und die Einführung des Y-Modells, „an dem wir unbedingt festhalten wollen“. In seinem Rückblick drückte er die Hoffnung aus, dass dem Elsensee-Gymnasium „mehr als dies derzeit der Fall ist künftig auch die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stehen“.

Bevor dazu der stellvertretende Bürgermeister das Wort ergriff, begeisterte die Schulband mit Titeln wie „Traum“ von Cro, „When love takes over“ und „All about that bass“ die Zuhörer. Hensel überbrachte die Glückwünsche der Stadt und gab nicht ohne Stolz bekannt, die Entstehung des Gymnasiums und die damalige Standortdiskussion als Stadtrat miterlebt zu haben. Der maßgebliche Motor aber sei der damalige Bürgermeister Gert Willner (CDU) gewesen. „Das gesamte geplante Schulbauvorhaben erforderte einen erheblichen Investitionsbedarf, den die Stadt Quickborn nicht alleine aufbringen konnte. Glücklicherweise gab es zu dem Zeitpunkt gerade die Regelung, dass der Kreis die Finanzierung übernehmen musste. Das Schulgebäude sei unbestritten „in die Jahre“ gekommen. So gebe es eine Reihe von Maßnahmen, die durchgeführt werden sollten. „Dabei hat sich leider herausgestellt, dass der dafür eingeplante Betrag von rund neun Millionen Euro nicht ausreicht, sondern für alle geplanten Maßnahmen rund 18 Millionen Euro erforderlich sind. Das wird die Stadt aber in den nächsten vier Jahren nicht leisten können.“ Es werde noch Diskussionen geben, was vorrangig machbar sei, sagte der stellvertretende Bürgermeister.

Abschließend stimmte die Klasse 5b auf der Bühne eine abgewandelte Version des WM-Hits von Andreas Bourani an: „Ein Hoch auf diese Schule! Auf das, was vor uns liegt, und dass es ein Abi für uns gibt!“

Das Elsensee-Gymnasium an der Heidkampstraße startete 1984 mit 120 Schülern in jeweils zwei fünften und sechsten Klassen. Die Schule war der Ableger des damaligen Gymnasiums Quickborn, dem heutigen Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium am Ziegenweg. Das platzte damals schülermäßig aus allen Nähten. Debatten gab es über den Namen: Willy Brandt , Emil Nolde und Thomas  Mann lauteten die Vorschläge. „Doch die  Stadtvertretung war sich  nicht einig“, erinnert sich der stellvertretende Schulleiter Reiner Wüstenberg, der von Anfang an mit  dabei war. Schließlich habe ein Kollege den Namen Elsensee vorgeschlagen, denn der See befinde sich in der Nähe der Schule. Das wurde akzeptiert. Das Elsensee-Gymnasium gehört heute zu den vier Y-Modell-Schulen in Schleswig-Holstein, die sowohl G8 als auch G9 anbieten. Schulleiter ist Michael Bülck, Wüstenberg ist sein Stellvertreter. Die aktuelle Schülerzahl beträgt 620.
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