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Quickborner Tageblatt

20. September 2017 | 06:07 Uhr

25 Jahre Wasserwerk Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Feier Bürger nehmen an Führungen durch die Anlagen teil / Pro Jahr werden 1,8 Millionen Liter gefördert

Ungefähr 13  000 Haushalte in Quickborn und dem Amtsbezirk Rantzau werden von dem Wasserförderverband Quickborn mit frischem Trinkwasser versorgt. Dafür ist das Quickborner Wasserwerk im Brunnenweg zuständig, das zwei Werke beinhaltet, die unabhängig voneinander betrieben werden.

Um den ganzen Ablauf einmal mitzuerleben, strömten gestern viele Bürger auf das Gelände des Wasserwerks. Die Quickborner Stadtwerke richteten dort ein großes Fest aus. „Zum einen gibt es seit 50 Jahren das Wasserwerk und zum anderen den Wasserförderverband seit 35 Jahren. Das wollen wir gemeinsam mit den Quickbornern und den Bürgern des Amts Rantzau feiern“, sagte Jeannine Kuper von den Stadtwerken. Für die musikalische Untermalung sorgte die Quickborner Big Band The Greenhorns.

Mitarbeiter boten den zahlreichen Besuchern den gesamten Tag über Führungen durch das Werk an. Deren Fragen klärten sie vor Ort. „Ein Wassermangel ist bei uns sehr unwahrscheinlich. Wir führen ständige Messungen des Pegels im Grundwasser und in unseren fünf Brunnen durch. Damit können wir vorausschauend planen“, erklärte der Mitarbeiter Daniel Böttger.

Insgesamt 1,8 Millionen Kubikmeter im Jahr fördert das Wasserwerk. „Die Zahl befindet sich im Rahmen. Jedoch ist zu beachten, dass wir auch in relativ weite Entfernung noch liefern“, sagte Mario Schmalfuß von den Stadtwerken. Auf einen Stromausfall im Wasserwerk seien sie gut vorbereitet. „Wir haben ein Notstromaggregat mit insgesamt 650 Kilowatt und 2,5 Tonnen“, erläuterte Böttger. Sollte es einmal dazu kommen, dass es eingesetzt werden müsse, könne es zwar sein, dass umliegende Haushalte kurzzeitig keinen Strom mehr haben. Böttger betonte, dass die Stadtwerke dadurch aber die ständige Wasserzufuhr gewährleisten. Auch die Schaltschränke durften sich die Besucher genauer ansehen. „In diesem Werk läuft alles automatisch. Es gibt nur Kontrollgänge“, so Böttger. Die Aufbereitung erfolge lediglich durch Filterung und Belüftung. Chemikalien würden nicht zugegeben.

Noch vor der Inbetriebnahme des Wasserwerks im Jahr 1966 wurden die Haushalte durch bis zu 15 Meter tiefe Hausbrunnen, gespeist durch Regenwasser, und den Dorfbrunnen versorgt. Jedoch war das Wasser durch übel riechende chemische Abwässer zum Trinken nicht geeignet. Nach der Errichtung des Werks wurden Quickborn und Ellerau von dort aus mit Trinkwasser versorgt. 1980 kamen die Gemeiden Bilsen, Hemdingen, Langeln und Alveslohe hinzu. Der Wasserförderverband Quickborn wurde 1981 gegründet. Inzwischen werden auch Bevern, Bullenkuhlen, Seeth-Ekholt und Heede versorgt.


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