Quickborn : 2019 rollen die S-Bahnen an

Sie trafen sich zum traditionellen Jahresgespräch mit dem Landtagsabgeordneten Peter Lehnert (CDU, Vierter von links):   Friederike Walter, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung (von links), CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Hensel, Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU), Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) und Michael Görres   (Büro des Bürgermeisters).
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Sie trafen sich zum traditionellen Jahresgespräch mit dem Landtagsabgeordneten Peter Lehnert (CDU, Vierter von links): Friederike Walter, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung (von links), CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Hensel, Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU), Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) und Michael Görres (Büro des Bürgermeisters).

Elektrifizierung der AKN: Landtagsabgeordneter Peter Lehnert macht große Hoffnung auf eine Direktverbindung bis nach Hamburg

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27. Februar 2014, 16:16 Uhr

Es ist eine überschaubare Zeitschiene: 2019 soll die geplante Elektrifizierung der AKN realisiert sein und die S-Bahn-DirektVerbindung von Kaltenkirchen über Quickborn und Ellerau nach Hamburg stehen. Der Landtagsabgeordnete Peter Lehnert (CDU) geht davon aus, dass das Projekt zu diesem Zeitpunkt in trockenen Tüchern ist. Darüber informierte er gestern Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) während eines Gesprächs. „Von den drei Großprojekten der Landesregierung – dazu zählen die Stadtregionalbahn Kiel und der Ausbau der S 4 – ist die Elektrifizierung der AKN planerisch am weitesten fortgeschritten“, erläuterte Lehnert. Die Strecke sei im Zuge der Elektrifizierung bis auf kleine Ausnahmen zweigleisig ausgebaut. Auch Bürgermeister Köppl ist der Ansicht, dass das Projekt realisiert werde, da eine Menge Arbeit investiert wurde.

Die Kosten belaufen sich auf 90 Millionen Euro. 60 Prozent bezahle der Bund, 40 Prozent teilten sich Schleswig-Holstein und Hamburg, informierte Lehnert. Sollte das Projekt realisiert werden, könnten Fahrgäste direkt in die Hamburger Innenstadt gelangen, ohne dass sie wie bisher umsteigen müssten. Derzeit enden die Touren – bis auf wenige Ausnahmen – in Hamburg-Eidelstedt.

Weitere Vorteile: Eigenheime, die an der Strecke liegen, würden im Wert steigen, so der Landtagsabgeordnete. Und der Bürgermeister erhofft sich durch die attraktivere Anbindung Ansiedlungen von Neubürgern und Gewerbe in Quickborn.

Im Klaren darüber sind sich die Verantwortlichen, dass im Zuge der Elektrifizierung mehr Parkplätze als bisher in Quickborn gebraucht werden, da davon auszugehen sei, dass mehr Pendler auf die S-Bahn umsteigen werden. Auch im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A 7 appellierte die CDU bereits, das Auto zu Hause stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Doch der Parkraum wird knapp.

Drei Bereiche kämen dafür in Frage: So sollen zusätzliche „Park and Ride“-Plätze an der AKN-Station Meeschensee eingerichtet werden und neue am Haltepunkt Tanneneck. Auch an der AKN-Station Quickborn-Süd gibt es Bedarf: Eine Parkpalette mit 80 bis 100 zusätzlichen Plätzen ist dort geplant.

Der Förderanteil für solche Projekte liegt bei 87,5 Prozent. „Die Anträge dafür müssen zügig gestellt werden. Möglichst noch dieses Jahr“, so Lehnert. In einem zweiten Schritt sollen die Autobahnanbindungen in Quickborn und Ellerau verbessert werden. Das solle parteiübergreifend mit Kai Vogel, dem verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, und Eka von Kalben, der Grünen-Fraktionschefin, besprochen werden.

Info: Gutachten

Ein Gutachten, das die Landesweite Verkehrs-Servicegesellschaft (LVS) in Auftrag gegeben hatte, kommt zu dem Ergebnis, dass sich eine solche S-Bahn-Verbindung volkswirtschaftlich lohnt. Die Expertise geht von einem guten Kundenzugewinn aus, weil mehr Bürger die Bahn nutzen werden, wenn sie nicht mehr in Eidelstedt umsteigen müssen. 

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