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Quickborner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 03:06 Uhr

17 Comenius-Schüler durch Reizgas verletzt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Alarm Schule musste teilweise evakuiert werden / Verdacht auf Pfefferspray

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2017 | 18:32 Uhr

Lehrer haben gestern den Westflügel der Comenius-Schule in Quickborn evakuiert, nachdem Schüler über Atembeschwerden geklagt hatten. Kreisfeuerwehrsprecher Torben Fehrs berichtete, dass ein reizender Geruch wahrgenommen worden sei. Unter den 18 durch Atemwegsreizungen Verletzten war nach Angaben von Thomas Schröder, Einsatzleiter der Feuerwehr Quickborn, ein Lehrer. Zwei Personen wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Die Ursache der Beschwerden ist nach Aussage von Polizeisprecher Nico Möller unklar. „Die Symptome Husten und Atemwegsreizungen sprechen für Reizgas, aber das ist eine reine Vermutung“, sagte er. Die Polizei habe weder Pfefferspray noch einen Verursacher gefunden.

Schulleiterin Susanne von Glasenapp (Foto) berichtete, dass Neuntklässler in der fünften Schulstunde gegen 12 Uhr im Obergeschoss des Westflügels husten mussten und über Atembeschwerden klagten. Es sei der Verdacht entstanden, dass Reizgas versprüht worden sei. „Ich habe selbst gemerkt, dass da etwas war, weil ich beim Evakuieren durch einen Flur gegangen bin“, berichtete sie. Betroffen war ein Kurs mit elf Schülern. In Absprache mit der Feuerwehr hätten die Lehrkräfte das Gebäude evakuiert. Anschließend habe der Rettungsdienst die Jugendlichen betreut.

Schröder berichtete, dass abgesehen von dem betroffenen Kurs noch sechs Schüler und ein Lehrer das Gebäude verlassen hatten. Ein Schüler sei von den Eltern abgeholt und vorsorglich zum Hausarzt gebracht worden.

Feuerwehr und Mitarbeiter der Stadtwerke Quickborn setzten Gasmessgeräte ein, stellten aber nichts fest. Zudem berichtete Schröder, dass das Gebäude nicht mit Erdgas versorgt werde. Auch mit Propangas sei nicht zu rechnen gewesen, da es dort keinen Chemieraum gäbe. Reizgas könne die Feuerwehr allerdings nicht messen. „Das war ein Dummer-Jungen-Streich am letzten Schultag“, vermutete Schröder. Die Feuerwehr belüftete das Gebäude. Anschließend wurde es wieder freigegeben.

Von Glasenapp schickte einige Schüler nach Hause. Eine Klasse brachte sie in einem anderen Teil der Schule unter. Die Schüler seien ruhig und diszipliniert geblieben. In Barsbüttel (Kreis Stormarn) sind gestern sechs Schüler durch Pfefferspray leicht verletzt worden. Dort wurde eine Spraydose gefunden.

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