1500 Schüler pauken im Beluga

Kino-Betreiber Bernd Keichel (von links), CDU-Ratsherr Josef Raesfeld, Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU), Elena Sollte von Vision-Kino, einer Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kinder und Jugendlichen, Regisseur Florian Gaag, Susanne Bieler-Seelhoff vom Kultusministerium, Arne Sommer von der Filmwerkstatt der Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein und Projektleiterin Kirsten Geißelbrecht feierten gestern im Beluga-Kino den Auftakt der Schulkinowoche.
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Kino-Betreiber Bernd Keichel (von links), CDU-Ratsherr Josef Raesfeld, Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU), Elena Sollte von Vision-Kino, einer Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kinder und Jugendlichen, Regisseur Florian Gaag, Susanne Bieler-Seelhoff vom Kultusministerium, Arne Sommer von der Filmwerkstatt der Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein und Projektleiterin Kirsten Geißelbrecht feierten gestern im Beluga-Kino den Auftakt der Schulkinowoche.

Schulkinowoche Vertreterin des Kultusministeriums eröffnete Aktion für Schleswig-Holstein gestern in Quickborn

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19. November 2016, 16:00 Uhr

Mehr als 55  000 Schüler in Schleswig-Holstein werden ab Montag während des Unterrichts ins Kino gehen. Allein in Quickborn besuchen 1505 Schüler und 108 Lehrer das Beluga-Kino. Dort eröffnete Susanne Bieler-Seelhoff vom Ministerium für Justiz, Kultur und Europa in Kiel gestern die 15. Schulkinowoche Schleswig-Holstein.

„Das Anliegen ist, mit Filmen Medienkompetenz zu vermitteln“, sagte die Leiterin der Ministeriumsabteilung Kultur. Der Film eigne sich als unmittelbar wirkendes Medium dafür sehr gut.

Zum Auftakt sahen etwa 300 Jugendliche der Comenius-Schule, des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, der Johann-Comenius-Schule Pinneberg und der Olzeborch-Schule Henstedt-Ulzburg im Beluga-Kino den Thriller „LenaLove“. Der Regisseur Florian Gaag befragte sie nach der Vorstellung, wie der Film auf sie gewirkt habe.

Der 44-jährige Münchener erzählt darin die Geschichte des 16-jährigen Mädchens Lena, das gemobbt wird und sich in ihrer Verzweiflung einem fremden Chatpartner anvertraut. Gaag warnte, dass in sozialen Netzwerken zunehmend voller Hass kommuniziert werde. Vor seinem Besuch in Quickborn stellte er den ab zwölf Jahren freigegebenen Film in Nowosibirsk und Bukarest mit Untertiteln vor. Nächstes Jahr läuft er im Fernsehen.

Landesweit werden im Zuge der Aktion 41 Kinos in 34 Städten bei 620 Vorführungen 80 verschiedene Streifen zeigen, darunter Dokumentationen, Animations- und Spielfilme sowie Klassiker. 19 Schulen nehmen teil. Im Kreis Pinneberg gibt es Vorstellungen auch in Uetersen und Elmshorn. Die Lehrer erhielten Begleitmaterialien, mit deren Hilfe sie Schülern den Entstehungsprozess von Filmen und die beteiligten Berufe vermitteln können. Internet-Seminare vermittelten den Pädagogen Methoden zur Filmbesprechung.

Veranstalter der bundesweiten Aktion ist Vision-Kino, eine Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kinder und Jugendlichen. Das Land steuerte 25  000 Euro bei.

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