zur Navigation springen
Quickborner Tageblatt

24. August 2017 | 07:36 Uhr

120 Jahre ehrenamtlicher Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sind seit 40 Jahren aktiv. Ihnen wurde das Ehrenzeichen in Gold verliehen.

„40 Jahre – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen“, sagte Bönningstedts Wehrführer Jens-Peter Saathoff bei seiner Begrüßung zur Feier, bei der am Sonntag drei Kameraden im Mittelpunkt standen: Hans-Otto Biermann, Erhard Littfinski und Klaus Stühm, die seit 40 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind und dafür während der Feier das Brandschultzehrenzeichen in Gold am Bande verliehen bekamen.

„Erhard und Klaus sind gemeinsam am 17. April 1973 eingetreten – ich kann mich noch genau daran erinnern“, sagte Saathoff. Nicht zuletzt der Anblick der Mopeds mit obligatorischem Fuchsschwanz sei ihm noch bestens im Gedächtnis, so der Wehrführer. Biermann stieß einen Monat später dazu und übernahm im Lauf der Jahre viele administrative Tätigkeiten. Von 1992 bis 2010 übte er das Amt des Schriftwartes aus. „Heute bis du Getränkewart – da bürgt schon dein Name für die Qualität“, so Saathoff.

Littfinskis Steckenpferd sei dagegen die Instandhaltung der Geräte gewesen, noch heute ist er Hausmeister der Bönningstedter Feuerwache. „Sogar nachts bist du im Einsatz – und sei es, um frühmorgens Einbrecher zu verjagen“, berichtete Saathoff über Littfinski, der tatsächlich schon Eindringling in die Flucht schlug. Auch Stühm fasziniert die Technik, sein Spezialgebiet sind die Atemschutzgeräte. „Viele Jahre lang hast du als Fachwart diese Geräte gepflegt“, berichtete Saathoff. Besonderen Dank richtete der Wehrführer an Heike Stühm und Petra Littfinski, die immer dann auf ihre Gatten verzichten mussten, wenn die für due Feuerwehr unterwegs waren.

Bürgermeister Peter Liske (BWG) erzählte in seinem Grußwort von einem Zehnjährigen, der ihn kürzlich gefragt habe, was ein Bürgermeister denn eigentlich den ganzen Tag lang macht. Bei seiner Antwort habe er auch berichtet, dass er die Feier für die drei Kameraden besuchen werden. „Der Junge bekam richtig große Augen und staunte: ‚Vierzig Jahre? Das ist ja richtig, richtig lang!‘“, berichtete Liske, der sich für das unbezahlte, freiwillige Engangement zum Wohl der Gemeinde bedankte. „Wir arbeiten kostenlos, aber nicht umsonst“, betonte daraufhin der Wehrführer.

Für die Geehrten blickte Biermann auf die gemeinsame Zeit zurück. „Der konnte Kommandos geben“, sagte er über seinen früheren Gruppenführer Horst Grickus, der als ehemaliger Berufssoldat nicht nur laute Befehle, sondern auch das stramme Marschieren geschätzt habe.

Eine „Erscheinung“ in Form des Kameraden Heinz Hekel hatte Biermann während eines Einsatzes unter Atemschutz. Die fehlende Rückmeldung an den Vorgesetzten veranlasste Hekel, selbst nach dem Rechten zu sehen. „Da stand der plötzlich eine Handbreit vor mir – ohne Atemschutz“, berichtete Biermann, dem ein gehörigen Schreck in die Glieder fuhr. Unvergessen auch die Leiter, die an eben jenen Ast angelegt wurde, der abgesägt werden sollte. „Heute wäre das Youtube-verdächtig“, so Biermann. Mit einer gemeinsamen Mahlzeit endete die Feier.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 17.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen