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Quickborner Tageblatt

17. August 2017 | 04:08 Uhr

Hasloh : 100 Jahre Männergesangverein

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Mitgliederschwund und Nachwuchsmangel: Die Hasloher Institution feiert Jubiläum und steht vor Herausforderungen.

Seit 100 Jahren gibt es den „Männergesangverein von 1913 Hasloh“. Ein Jubiläum, das der Chor vor geladenen Gästen mit einem festlichen Kommers feierte. Auf dem Programm stand selbstverständlich viel Musik. Chorgesang gab es in bewährter Gemeinschaft mit der 117 Jahre alten „Liedertafel Harmonie Rugenbergen“ aus Bönningstedt. Als Gesangssolisten traten Anna Henneke und Chorleiter Rüdiger Blohm auf, der zudem Gitarre spielte. Der vielseitige Musiker saß außerdem gemeinsam mit der jungen Alba Hartmann-Dorado an der keltischen Harfe und spielte eigene Kompositionen.

Die seit Jahren bestehende Gemeinschaft der zwei Chöre wurde in den Festreden der Bürgermeister, Bernhard Brummond aus Hasloh und Peter Liske aus Bönningstedt, gebührend gewürdigt. Brummond hob dankbar das starke soziale Engagement der Sänger hervor. Immer wieder seien sie da, wenn es gelte, festliche Anlässe im Dorf mit Gesang zu schmücken. Weitere Glückwünsche überbrachten Waltraud Grapentien, Geschäftsführerin des Sängerbundes Schleswig-Holstein, sowie Sprecher befreundeter Vereine.

Vereinsvorsitzender Dirk Wilke begann seine Festansprache mit einem Rückblick auf die bewegte Geschichte der singenden Männer. 16 seien es im Jahre 1913 gewesen, die sich zum ersten Chor der Gemeinde zusammengefunden haben. Zwangspausen während der beiden Weltkriege, andere Notzeiten und auch die Gleichschaltungsversuche während der Nazizeit habe der Verein überlebt. „Das Horst-Wessel-Lied gehörte nie zu unserem Repertoire“, hob Wilke stolz hervor.

Die Gegenwart mit ihren Neuen Medien und vielfältigen Freizeitangeboten halte andere Herausforderungen bereit. Mitgliederschwund und Nachwuchsmangel seien unverkennbar. Mehrfach sei der Verein in den vergangenen Jahrzehnten bereits für tot erklärt worden. „Aber wir gehen nicht unter, solange wir weitersingen“, war Welkes trotzige Parole. Seinen Optimismus begründete er mit einem bewundernden Blick auf die Bönningstedter. Deren Jugendchor sei ein wichtiger Schritt in eine Zukunft mit einer neuen Sängergeneration. Die jungen Leute unter Leitung von Mayya Rosenfeldt zeigten dann auch gleich, was sie drauf hatten. Allerdings: Alle ihre Titel entstammten der englisch-amerikanischen Sphäre. Viele Ältere hängen ihr Herz zurzeit noch lieber an die Bewahrung des Althergebrachten.

Am Sonnabend, 12. Oktober, um 19 Uhr folgt als zweites Jubiläumsfest ein öffentliches Konzert der beiden Chöre aus Hasloh und Bönningstedt im Landhaus Schadendorf, Kieler Straße 34. Mit dabei sein werden auch der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh, der Hasloher Gospelchor Black Rose sowie der Frauenchor aus Quickborn.

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