Abschied in Ellerau : 100 Gäste feiern Eckart Urban

Joachim Wehner (BVE, rechts) gehört zu den langjährigsten politischen Weggefährten und hatte aus diesem Grund die Aufgabe, Eckart Urban (SPD) aus dem Amt zu verabschieden.
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Joachim Wehner (BVE, rechts) gehört zu den langjährigsten politischen Weggefährten und hatte aus diesem Grund die Aufgabe, Eckart Urban (SPD) aus dem Amt zu verabschieden.

Der langjährige Ellerauer Bürgermeister verabschiedet sich mit einem Empfang und zieht eine positive Bilanz seiner Amtszeit.

shz.de von
02. Juli 2018, 16:00 Uhr

Ellerau | Mit einem Empfang haben etwa 100 Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden sowie Familienangehörige am Wochenende den langjährigen Ellerauer Bürgermeister Eckart Urban (SPD) aus dem Amt verabschiedet. Die Veranstaltung setzt den Schlusspunkt hinter eine kommunalpolitische Karriere, die viele seiner Weggefährten als beispiellos und einzigartig bezeichneten. Urban stand mit Unterbrechungen 16 Jahre lang an der Spitze der Gemeinde und engagiert sich seit etwa 30 Jahren in der Kommunalpolitik.

Segebergs Kreispräsident Claus Peter Dieck (CDU) war ebenso angereist wie Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder. Aus der Partnerstadt Højer kam eine vierköpfige Delegation in die Ellerauer Feuerwache, dazu Urbans Amtskollegen aus den umliegenden Gemeinden. Ihre gemeinsame Botschaft fasste Dieck zusammen: Ellerau und Urban gehören irgendwie zusammen, die eine ist ohne den anderen nur schwer vorstellbar.

Sein langjähriger politischer Weggefährte Joachim Wehner (BVE) bezeichnete Urbans Einsatz als weit über das hinausgehend, „was man von einem ehrenamtlichen Bürgermeister erwarten kann.“ Urbans Nachfolger Ralf Martens (BVE) lobte Urbans „beeindruckende Leistungen“ und attestierte dem scheidenden Ehrenbeamten, ein gut bestelltes Feld zu hinterlassen. „Ich setze mich in ein gemachtes Nest“, sagte Martens.

Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Stefan Bauer (parteilos) sprach gar von einem „grandiosen Lebenswerk“ und beschrieb Urban in seiner Rede als einen „klaren und verbindlichen Verhandlungspartner, der es mit viel Charme geschafft hat, die Ellerauer Themen voranzutreiben“. Er sei nicht nur in seiner Gemeinde präsent gewesen, sondern auch darüber hinaus und habe sich in der Region großen Respekt erarbeitet.

Der scheidende Bürgermeister zog eine positive Bilanz seiner Tätigkeit. „Ich habe so viele gute Erfahrungen gemacht, dass Frust nicht aufkommen konnte“, sagte er und betonte insbesondere den Umstand, dass es in der politischen Zusammenarbeit niemals Intrigen gegeben habe. Manchmal, so Urban, hätten sich die Probleme zwar gehäuft, aber gemeinsam sei es immer gelungen, Lösungen zu finden. „Vertrauen ist das Fundament, auf dem alles steht, und ich bin dankbar, dass dieses Fundament immer gehalten hat.“ Gerührt verfolgten die Gäste die Liebeserklärung des scheidenden Ellerauer Verwaltungschefs an seine Frau Gerti. „Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes eine großartige Lebensgefährtin, auf die ich mich immer verlassen konnte und die mit mir durch dick und dünn gegangen ist.“ Urban bleibt SPD-Chef und Vorstand der Kommunalbetriebe Ellerau.

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