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Sozialausschuss Quickborn : 10.000 Euro Zuschuss für die Tagespflege

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Angedachte Hallennutzungsgebühren hat der Sozialausschuff dagegen abgelehnt.

Quickborn | Einen neuen Zuschuss für Kunden von Tagesmüttern hat der Quickborner Sozialausschuss befürwortet. Der Einführung von Hallennutzungsgebühren für Vereine erteilten die Mitglieder eine Absage.

Das Gremium hatte sich im Mai für eine Förderung von bis zu 63 Cent pro Betreuungsstunde ausgesprochen. Hintergrund: Die Tagespflege ist meist teurer als ein Kita-Krippenplatz. Die Differenz erstattet der Kreis Pinneberg den Eltern bis zu einem Stundensatz von 4,24 Euro. Fordert eine Tagesmutter einen höheren Beitrag, will die Stadt den Unterschied zu 4,24 Euro ab 1. August 2016 zur Hälfte tragen – bis zu einer Obergrenze von 5,50 Euro pro Stunde.

Der neue Beschluss geht in zweierlei Hinsicht darüber hinaus. Ein Ganztagskrippenplatz darf laut Kreisrichtlinie monatlich maximal 444 Euro kosten. Die Stadt verlangt aber 15 Euro weniger. Bei einem Sechs-Stunden-Platz unterschreitet sie die Kreisrichtlinie sogar um 24 Euro. Diese Ermäßigungen sollen ab 1. August auch Kunden von Tagesmüttern auf Antrag erhalten.

Dazu wird die Stadt ihre sogenannte „sozialere Sozialstaffel“ auch auf die Tagespflege anwenden. Sie gilt zurzeit nur für Kita-Plätze. Demnach müssen Eltern mit wenig Einkommen nicht den vollen Satz, sondern nur 65 Prozent des sogenannten Einkommensüberhangs zahle, der sich nach einer bestimmten Formel berechnet. Dagegen profitieren Kunden von Tagesmüttern zurzeit nur von der Sozialstaffel des Kreises, die einen Wert von 80 Prozent anlegt. Ab 1. August erhalten auch sie die Quickborner Vergünstigung.

Die Bezuschussung kostet die Stadt bei 80 Tagespflegeplätzen in ihrem Einzugsbereich jährlich etwa 25.000 Euro. Damit rechnet Carsten Möller, Leiter des Fachbereichs Kitas. 2016 würden etwa 10.000 Euro anfallen, ein Betrag, den er über Zuschüsse finanzieren könne. Ab 2017 fehle aber die Deckung.

Zur Einführung von Hallennutzungsgebühren fasste der Ausschuss weder einen Beschluss, noch vertagte er die Beratung. Er nahm die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Sie hatte angeführt, dass der Bildungsausschuss im Januar eine Beratung über die Einführung der Entgelte beschlossen hatte. Zudem hatte sie die Beträge aufgelistet, die die Vereine gemäß der Ordnung für die außerschulische Nutzung der Schulen, Sporthallen und Sportflächen zahlen müssten. Die Ausschussmitglieder argumentierten gegen eine Einführung der Gebühren. Astrid Huemke (SPD) betonte: „Wir werden uns mit Sicherheit nicht dazu hinreißen lassen, die Vereine mit Gebühren zu belasten.“ Bernd Weiher (CDU) führte den Jugend-, Spielmanns- und Fanfarenzug Quickborn an. „Wenn wir diesem Verein die Kosten aufladen würden, wäre er pleite“, sagte er.

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erstellt am 09.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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