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Ein Artikel der Redaktion

In Quickborn Corona-Ausbruch: 25 Bewohner und Mitarbeiter in Dana-Pflegeheim positiv getestet

Von Michael Kuhr, Christian Uthoff | 18.11.2021, 18:00 Uhr

Der Dana-Geschäftsführer berichtet von teilweise heftigen Symptomen. Allerdings musste nach letztem Stand kein Bewohner oder Mitarbeiter in einem Krankenhaus behandelt werden.

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25 Bewohner und Mitarbeiter sind in den vergangenen Tagen im Dana-Pflegeheim Klingenberg in Quickborn (Kreis Pinneberg) positiv auf das Coronavirus getestet worden. Entsprechende PCR-Tests hätten die Infektionen nachgewiesen, bestätigte Dana-Geschäftsführer Dr. Yazid Shammout im Gespräch mit shz.de. Es seien sogenannte Impf-Durchbrüche, weil alle 94 Bewohner und etwa 50 Mitarbeiter mindestens die zweite Corona-Schutzimpfung oder sogar teilweise schon eine Booster-Impfung hätten.

Testen ist genauso wichtig wie Impfung

Obwohl die Pflege allgemein dazu nicht gesetzlich verpflichtet sei, würden bei Dana zusätzlich täglich Corona-Tests bei Bewohnern und Mitarbeitern freiwillig vorgenommen. „Und nur so haben wir die Ausbreitung des Coronavirus bei uns auch festgestellt“, sagte Shammout. Das Testen sei auf jeden Fall genauso wichtig, wie die Impfung. Das müsse auch den Politikern endlich klar werden. Shammout: „Wir haben in Deutschland eine sehr ernste Situation.“

„Die Delta-Variante des Coronavirus reagiert offenbar nicht wie erhofft auf die Impfstoffe.“
Dr. Yarid Shammout, Dana Geschäftsführer

Der Dana-Geschäftsführer berichtete von teilweise heftigen Symptomen aufgrund der Corona-Infektionen, die trotz Impfungen bei Bewohnern und Mitarbeitern aufgetreten seien. Allerdings mussten weder Bewohner noch Mitarbeiter wegen ihrer aktuellen Corona-Infektion nach letztem Stand ins Krankenhaus eingeliefert werden. Für Shammout steht fest: „Die Delta-Variante des Coronavirus reagiert offenbar nicht wie erhofft auf die Impfstoffe.“ Auch deshalb sei für ihn wichtig, dass die 3G-Regel eingehalten werde. Bei Dana bedeute das Geimpft, Genesen und Getestet.

Testbus am Mittwoch vor Ort

Auch der Kreis Pinneberg bestätigte die Infektionen auf Anfrage von shz.de. Ein erster Fall war dem Gesundheitsamt laut Sprecherin Katja Wohlers seit dem 12. November bekannt. Das Alten- und Pflegeheim werde seitdem bei den entsprechenden Maßnahmen begleitet und unterstützt. Am Mittwoch (17. November) sei ein Testbus vor Ort gewesen, um Bewohner und Mitarbeiter erneut zu testen. Die Ergebnisse werden laut Wohlers frühestens am Donnerstag (18. November) erwartet und dann ausgewertet. „Erst dann lässt sich sagen, wie sich das Infektionsgeschehen dort entwickelt hat. Seit dem ersten Fall sind verstärkte Hygiene- und Quarantäne-Maßnahmen umgesetzt worden“, so die Kreissprecherin.

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Keine weiteren Booster vorerst

Vom Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg sei Dana empfohlen worden, sofort bei allen Bewohnern und Mitarbeitern die Booster-Impfung vorzunehmen, berichtete Shammout weiter. Davon hätten jedoch zwei Hausärzte, die Bewohner im Dana-Pflegeheim betreuen, unabhängig voneinander abgeraten, hieß es seitens des Geschäftsführers. So werde bei Dana weiterhin konsequent die eigene 3G-Regel mit einer verpflichtenden Testung eingehalten.

Größerer Corona-Ausbruch auch in Norderstedt

Einen größeren Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim hatte es zuletzt in der Nachbarstadt Norderstedt gegeben. Dort hatten sich fast alle Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Acht Bewohner und eine Kontaktperson waren an den Folgen der Infektion verstorben.

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