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Uetersen : Zwei Unterschriften für die Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vorbereitung auf Schulreform: Die Rosenstadtschule und die Ludwig-Meyn-Gymnasium schließen einen Kooperationsvertrag.

Ein Vertrag, der die Zukunft der Bildung besiegelt: Die Uetersener Schulleiter Wolfgang Balasus (Rosenstadtschule) und Alexej Stroh (Ludwig-Meyn-Gymnasium) unterzeichneten einen Kontrakt über die „fachliche und pädagogische Zusammenarbeit“ der beiden Bildungseinrichtungen. Die benachbarten Institutionen an der Seminarstraße bereiten sich so auf die Novellierung des schleswig-holsteinischen Schulgesetzes vor.

Nach der Reform werden Regionalschulen, wie die Rosenstadtschule, zum kommenden Schuljahr zu Gemeinschaftsschulen. Die zukünftigen fünften Klassen der Rosenstadtschule werden nicht mehr nach Haupt- und Realschülern getrennt. Erst ab Klasse 7 soll es in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik ein zweistufiges System geben.

Generell gilt, dass es in Schleswig-Holstein ein zweigliedriges Schulsystem geben wird. Das neue Gesetz bewirkt, dass Schüler in Zukunft nach der Grundschule entweder auf eine Gemeinschaftsschule oder ein Gymnasium wechseln. Gemeinschaftsschulen, die wie die Rosenstadtschule keine Oberstufe haben, können mit Gymnasien eine Kooperation eingehen. Diese haben Balasus und Stroh nun unterzeichnet. „Wir nehmen das ernst und wollen das Projekt zum Erfolg führen“, so Stroh. Jedoch ist die Zusammenarbeit schon lang gelebte Praxis in den Uetersener Bildungseinrichtungen. Seit etwa fünf Jahren gibt es „Lift-Kurse“, die es den Schülern der mittleren Reife ermöglichen, im Ludwig-Meyn-Gymnasium (LMG) zu bestehen. Teil des Vertrages ist es, dass in Zukunft jeweils ein Lehrer jeder Einrichtung dieses Angebot durchführt.

„Wir geben den Schülern Hilfe an die Hand, niemand muss vor der Oberstufe Angst haben – das ist zu schaffen“, erläutert Balasus. Übrigens: Schüler können das Abitur auch an anderen Schulen erreichen. Ausschlaggebend sind die erreichten Noten. Es gibt eine landesweite Regelung, dass Schüler mit einem Durchschnitt von 2,4 in Deutsch, Englisch und Mathematik sowie in den anderen Fächern von 3,0, das Recht auf den Besuch einer Oberstufe haben.

Derzeit strebten laut Balasus um die 25 Prozent pro Abschlussjahrgang der Rosenstadtschule das Abitur an, das sind etwa 35 Schüler. Zirka fünf bis zwölf Pennäler würden bisher auf das LMG wechseln.

Balasus wünsche sich für die Zukunft, dass Ruhe in das System komme. Vor drei Jahren hat die Regionalschule die Haupt- und Realschule abgelöst. „Wir wollen aber die Gemeinschaftsschule zum Erfolg führen“, so Balasus. „Die Veränderung geht weiter“, ist sich sein LMG-Kollege Stroh sicher. Schulsysteme seien Spiegel der gesellschaftlichen Veränderung.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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