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Gute Ausstrahlung gewinnt : Zwei Teilnehmer aus der Region wollen das schleswig-holsteinische Top Model 2016 werden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wir suchen das schleswig-holsteinische Top Model 2016. Sie als Leser können den Gewinner wählen.

von
erstellt am 30.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Kreis Pinneberg/Flensburg | Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land? Dieser Frage geht diese Zeitung zusammen mit dem Husumer Modehaus C. J. Schmidt nach. Dabei geht es jedoch nicht um 17-jährige Mädchen, die sich vor laufender Kamera darum reißen, vor Heidi Klum zu beweisen, dass sie das Zeug fürs Modelbusiness haben.

logo shj sh-topmodel 02-2015

Stattdessen messen sich im Top Model-Wettbewerb dieser Zeitung Männer und Frauen, die mindestens 45 Jahre alt sind, vielleicht schon ein paar graue Haare, Rundungen oder Fältchen haben. Das Wichtigste beim angehenden schleswig-holsteiner Top Model ist vor allem eine positive Ausstrahlung. Bereits zum neunten Mal ist der sh:z auf der Suche nach dem Gesicht des Nordens. Wer letztendlich gewinnen wird, entscheiden die Leser dieser Zeitung. Aus der Region ist Jessica Bernhardt aus Horst unter den 35 Frauen, die beim Casting ausgewählt wurden. Der Appener Joachim Krahn ist einer von zehn Männern, für die noch gestimmt werden kann. Die Gewinner werden am 17. April bei zwei großen Modenschauen bei C. J. Schmidt in Husum mitlaufen, werden von dem Modehaus einen einjährigen Model-Vertrag erhalten und dürfen zwei Tage im Vitalhotel Alter Meierhof in Glücksburg verbringen.

Joachim Krahn aus Appen.

Joachim Krahn aus Appen.

Foto: Ruff

Joachim Krahn (61) aus Appen verfolgt die Top Model-Wahl schon länger. „Ich dachte mir, da müssen doch auch mal Männer ran“, sagt Krahn. Als es dann soweit war, dass die ersten Männer bei dem Wettbewerb mitmachten, beobachtete Krahn das erst einmal. „Dieses Jahr habe ich mich dann auch mal beworben“. Dass er es unter die ersten zehn Männer geschafft hat, freut ihn.

Während des Castings im sh:z-Druckzentrum in Büdelsdorf wurde Krahn das erste Mal geschminkt. „Das war alles sehr spannend und genau so, wie man sich so etwas immer vorstellt“, sagt er. Er sei fast so aufgeregt wie vor einer wichtigen Prüfung gewesen.

Der Angestellte im öffentlichen Dienst ist immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Dazu gehört auch der Modelwettbewerb, in dem den Gewinnern ein einjähriger Model-Vertrag für das Husumer Modehaus C. J. Schmidt winkt. „Durch die Arbeit als Model kann man viele neue Modeideen bekommen“, ist sich Krahn sicher. Das sei eine tolle Möglichkeit sich selbst auszuprobieren. Der als Wassermann-Geborener trägt Größe 50.

Er sieht die Wahl als Möglichkeit, unvoreingenommenes Feedback zu erhalten. Warum er gewinnen sollte? „Zum einen, weil ich einer der wenigen Teilnehmer über 60 Jahre bin und zum anderen, weil ich finde, dass ich eine positive Ausstrahlung habe“, antwortet der Appener. Sollte er nicht gewinnen, war bereits  der Blick hinter die Kulissen eines Castings  für ihn eine tolle Sache. „Das Ganze drum und dran ist echt interessant“, sagt Krahn.

In seiner Freizeit spielt Krahn mit einer kleinen Gruppe Saxophon. „Wir spielen meistens etwas aus der Richtung Swing oder Jazz, so Glen Miller-mäßig“, sagt er. Ansonsten hält sich der 181 Zentimeter große Mann mit Radfahren fit. Auf dem Drahtesel geht es meist auf Touren rund um seinen Wohnort. Routen durch den Klövensteen oder in Richtung Wedel und Elbe sind keine Seltenheit. „Aber natürlich gibt es dann einen Zwischenstopp an der Eisdiele“, sagt der 61-Jährige. Für längere Touren holt er sein Motorrad heraus. Ein Traum von Krahn ist es  den amerikanischen Highway 1 , der über die Golden Gate Brücke führt, entlang zu fahren.

Jessica Bernhardt aus Horst.

Jessica Bernhardt aus Horst.

Foto: Ruff

„Erst wollte ich gar nicht.“ Lachend erinnert sich Jessica Bernhardt (45) aus Horst daran, wie sie sich dafür entschieden hat, sich als Top-Model zu bewerben. Ihr Mann erzählte ihr, dass Top-Model-Bewerber ab 45 Jahren gesucht würden. „Abends wurde ich dann doch neugierig und habe mir den Bericht durchgelesen.“ Ihr Interesse war geweckt. Sie bat ihren Mann  zwei Fotos von ihr zu machen, mit denen sie sich  schließlich  im Internet bewarb. Einzig mit dem Gedanken: „Wenn es klappt ist es gut, wenn nicht, ist das auch nicht schlimm.“

Entsprechend freute sie sich, als sie zum Casting eingeladen wurde. „Das war  total aufregend.“ Besonders der Gang über den Laufsteg unter den Augen der Jury, denn die 45-Jährige hatte zuvor noch nie gemodelt. Ganz begeistert berichtet sie von anderen Models, die sie beeindruckten. „Darunter war eine 73-jährige Frau, die toll aussah, so agil war und modisch gekleidet.“ Auch  Bernhardts eigener Ehrgeiz war geweckt. Dann sei angekündigt worden, dass alle, die weiter sein würden, einen Anruf bekommen würden – doch in der Folgewoche kam weder ein Anruf noch eine E-Mail. „Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass ich  weiter bin.“ Aber am Wochenende entdeckte sie auch ihr Bild unter den Finalistinnen. „Ich war überrascht und habe mich gefreut“, erzählt die 168 Zentimeter große Frau.

Jetzt bestimmen die Leser, wer Schleswig-Holsteins Top-Model 2016  wird. Auf das Votum ist Bernhardt gespannt. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, für sie war die Teilnahme auf jeden Fall eine schöne Erfahrung.

„Ich interessiere mich sehr für Mode.“ Entsprechend kleidet sich die Mutter zweier Töchter (zehn und 16 Jahre) gern.  Sie hat Konfektionsgröße: 36. Viel Spaß bringe es ihr, mit ihren Töchtern Shoppen zu gehen. Überhaupt ist Bernhardt ein Familienmensch, ihr besonderes Hobby ist das Fotografieren. Ihr bevorzugtes Model: Hündin Grace, ein Golden Retriever. „Sie wird von mir verhätschelt und vertätschelt“, meint die Zahnarzthelferin, die in Teilzeit berufstätig ist Nachmittags ist sie zu Hause, um für die zehnjährige Tochter da zu sein, wenn sie aus der Schule kommt. Seit 15 Jahren lebt Familie Bernhardt in Horst, war seinerzeit von Klein-Nordende dorthin gezogen. „Hier fühlen wir uns pudelwohl.“  

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