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Bebauungsplan in Borstel-Hohenraden : Zwei Millionen Euro für die Gemeinde

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Maacksche Wiese“: Gemeinde hofft durch Verkauf der Flächen auf Einnahmen. Die Vorstellung der Pläne lockt 100 Bürger an

Ist die Entwässerung gesichert? Wann besteht die Möglichkeit, ein Grundstück zu erwerben? Wie viel Geld nimmt die Gemeinde für den Verkauf der Flächen ein? Reicht der Platz in Schule und Kita auch nach dem Zuzug junger Familien aus? Gibt es Spielplätze? Die Borstel-Hohenradener Bürger hatten am Mittwochabend zahlreiche Fragen, als es um die Umsetzung des Bebauungsplans 10 ging. Rund 100 Einwohner lockte die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit in die Turnhalle an der Quickborner Straße. Auch etliche Gemeindevertreter aus allen Fraktionen und Vertreter des Amts Pinnau waren vor Ort.

„Wir geben Ihnen die Möglichkeit, Ihre Fragen zu stellen und uns Anregungen für die weitere Planung zu geben“, sagte Bürgermeister Jürgen Rahn (CDU). Stadtplaner Gerd Kruse (kleines Foto) stellte den Bürgern das Vorhaben ausführlich vor. So sollen auf zwei Dritteln der Fläche Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen. Vorgesehen sind rund 25 Wohneinheiten.

Kein abgegrenzter Spielplatz geplant

Auf dem übrigen Areal sind fünf mehrgeschossige Wohneinheiten mit Angeboten für Senioren und „Junges Wohnen“ geplant. Insgesamt ist das Baugebiet, die so genannte „Maacksche Wiese“ zwischen der Dorfstraße und dem Nedderhulden, 2,8 Hektar groß. Davon werden 2,3 Hektar bebaut, der Rest ist für Straßen und Grünflächen vorgesehen. „Die Planungen können vielleicht noch vor der Sommerpause abgeschlossen werden“, hofft Kruse. Gebaut werden kann vermutlich im kommenden Jahr.

Die Grundstücke werden zwischen 450 und 1000 Quadratmetern groß sein. Es ist zwar kein extra abgegrenzter Spielplatz vorgesehen. Eine große Freifläche soll jedoch den Kindern ausreichend Platz zum Toben geben. Dort könnten auch Spielgeräte aufgestellt werden, so Kruse. Um die Sicherheit zu gewährleisten, könnte das neue Wohngebiet zur verkehrsberuhigten Zone werden. Noch unklar ist nach Auskunft des Planers, ob für die Entwässerung der Bau eines Regenrückhaltebeckens erforderlich ist.

Bürgermeister Rahn rechnet damit, dass der Verkauf der gemeindeeigenen Flächen Borstel-Hohenraden rund zwei Millionen Euro bringt. Es sei allerdings möglich, dass es weniger wird. So stehe noch nicht fest, ob in Schule und Kita der Platz ausreicht. Schließlich wisse die Gemeinde noch nicht, wie viele zusätzliche Kinder nach Borstel-Hohenraden kommen. Auch die Errichtung eines Regenrückhaltebeckens müsste die Gemeinde bezahlen.

Rahn betonte, dass Bewerber ihr Interesse am Kauf eines Grundstücks bei ihm oder beim Amt Pinnau anmelden können. Die Politik beschäftigt sich bereits am Mittwoch, 22. Januar, erneut mit dem Bebauungsplan 10. Dann tagt ab 20 Uhr im Feuerwehrunterrichtsraum der Bau-, Wege- und Umweltausschuss.

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erstellt am 17.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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