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Pinneberger Tageblatt

21. November 2017 | 18:22 Uhr

Pinneberg : Zwei Großfeuer direkt nacheinander

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am Samstagnachmittag musste die Pinneberger Feuerwehr gleich zwei Mal nacheinander ausrücken.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 18:00 Uhr

Pinneberg | Ein Großfeuer in einem Verkaufsbetrieb und ein anschließender Wohnungsbrand in einem Hochhaus haben am Samstag unmittelbar nacheinander die Freiwillige Feuerwehr Pinneberg in Atem gehalten. Beim zweiten Einsatz wurden drei Personen - eine Mutter mit zwei Kindern - wegen des Verdachts auf Rauchgasintoxikation ins Krankenhaus eingeliefert. Beide Einsätze dauerten zusammen rund fünf Stunden. Im Einsatz waren rund 50 Feuerwehrkräfte zuzüglich Rettungsdienst und Polizei.

Der erste Einsatz begann um 16.39 Uhr: Anrufer meldeten offener Feuer aus einem ehemaligen Verkaufsgeschäft für Golfzubehör an der Apenrader Straße im Industriegebiet Pinneberg-Nord. Das Geschäft befand sich im hinteren Teil eines größeren Hallenkomplexes. Das Feuer zündete beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte durch, Flammen schlugen aus den Fenstern. Die Alarmstufe wurde auf Vollalarm für die Freiwillige Feuerwehr Pinneberg erhöht. Weil keine Personen gefährdet waren und unklar war, wie stabil das Dach ist, verzichtete der Einsatzleiter auf einen Innenangriff. Von außen wurde über drei C-Rohre und einen Werfer mit Druckluftschaum gelöscht. Mit der Wärmebildkamera wurde das Dach ständig kontrolliert. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten etwa zweieinhalb Stunden.

Das letzte Fahrzeug war gerade in die Wache eingerückt, als die Alarmmelder wieder anschlugen: Küchenbrand im zehnten Obergeschoss eines zwölfstöckigen Hochhauses am Hindenburgdamm. Die Flammen schlugen bereits aus dem Fenster. Es drohte ein Übergreifen des Feuers in die nächste Etage. Eine Mutter mit ihren zwei Kindern hatte die brennende Wohnung bereits verlassen. Sie wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert. Weitere Bewohner hatten das Gebäude unverletzt verlassen.

Auf eine generelle Evakuierung wurde verzichtet, da die Menschen in ihren Wohnungen am sichersten waren. Das Treppenhaus war bereits im oberen Bereich stark verqualmt. Der erste Angriffstrupp unter Atemschutz nahm über die Steigleitung des Hauses ein C-Rohr zurdirekten Brandbekämpfung vor. Von außen wurde über den Werfer der Drehleiter die aus dem Fenster schlagenden Flammen bekämpft, um eineweitere Ausbreitung zu verhindern. Durch die Hitze platzten aber Teile der Fassade ab und stürzten zu Boden. „Wir hatten das Feuer zum Glück schnell unter Kontrolle“, sagte Pinnebergs Wehrführer Claus Köster. Die Wohnung aber brannte komplett aus. Die Nachlöscharbeiten zogen sich längere Zeit hin.

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