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Tangstedt : Zusatzfahrten sollen 17.000 Euro kosten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Politiker wollen Lücken im Busfahrplan nach Tangstedt schließen - doch das wird teuer.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 00:33 Uhr

„Wenn ich am Sonnabend Besuch habe, der mit dem Bus nach Tangstedt kommt, muss ich die Gäste noch vor dem Kaffeetrinken nach Hause schicken – danach fährt kein Bus mehr“, brachte es eine Seniorin bei der Einwohnerfragestunde auf den Punkt. Gegenstand der Debatte im Finanzausschuss der Gemeinde Tangstedt war die Buslinie 395, die vom Pinneberger Bahnhof über Rellingen nach Tangstedt fährt.

Oder auch nicht: In der Zeit zwischen 9 und 12 Uhr gibt es keine Verbindung, auch an den Werktagen nach 20 Uhr und sonnabends nach 17 Uhr gibt es keine Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel zur Fahrt von Pinneberg oder Rellingen nach Tangstedt zu nutzen. Auch in der umgekehrten Richtung sieht es nicht viel besser aus. Und am Sonntag fährt gar kein Bus.

Um Abhilfe zu schaffen, forderte Bürgermeister Detlef Goos (FDP, Foto) bei der zuständigen Südholsteinischen Verkehrsgesellschaft (SVG) ein Angebot für die Ergänzung des bestehenden Fahrplans an. Das kam prompt: Etwa 17 000 Euro pro Jahr wären von der Gemeinde zu tragen, um die Lücken im Fahrplan zu schließen.

Knackpunkt für den Ausschuss: Um die Änderung bereits im Winterfahrplan umzusetzen, müsste bis Ende September eine Entscheidung getroffen werden.

„Mit diesem Zeitdruck habe ich Schwierigkeiten“, sagte Kirsten Behm (FDP) und Andreas Mahler (CDU) schlug vor, zunächst Ideen und Vorschläge zu sammeln sowie den tatsächlichen Bedarf festzustellen, bevor eine Verpflichtung mit derartigen finanziellen Auswirkungen getroffen werde.

Einen weiteren Aspekt brachte Annika Ahrens-Glismann (CDU) ins Spiel: „Nicht nur die Senioren, auch die Jugendlichen haben Bedarf – allerdings sieht der ganz anders aus“, berichtete sie. Seit zwei Wochen laufe eine Internet-Umfrage, um herauszufinden, welches Angebot tatsächlich genutzt werden würde. Von den 50 Personen, die bislang teilnahmen, seien knapp 80 Prozent unter 26 Jahre alt – und die wünschten sich vor allem Verbindungen nach 20 Uhr und am Wochenende. „Wir sollten überlegen, wie wir ein Gesamtkonzept erstellen und uns dann dafür Angebote einholen“, so der Vorschlag von Ahrens-Glismann.

Ein Arbeitskreis „Buslinie“ soll zügig gegründet werden, um sich explizit mit der Thematik zu befassen und nach Lösungen zu suchen – so lautete am Ende der einstimmige Beschluss des Gremiums. Bereits heute Abend in der Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport, Kultur und Soziales sollen die Mitglieder des Arbeitskreises benannt werden. Die öffentliche Sitzung beginnt um 20 Uhr im Gemeindezentrum am Brummerackerweg.

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