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Pinneberger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 09:04 Uhr

Quickborn : Zur Trauung ein Kälbchen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Treckerparade für die frisch verheirateten Hasloher Landwirte Christina und Christian Schwartau

Quickborn | Die Quickborner Rathaus-Angestellten und Besucher rieben sich verwundert die Augen, als am Freitagmorgen eine mächtige Treckerformation vor dem Verwaltungsgebäude Aufstellung nahm. Die Landwirte aus dem Kreis Pinneberg und Bad Segeberg kamen aber nicht, um für höhere Milchpreise zu demonstrieren. Ihr Besuch galt vielmehr einem freudigen Ereignis: Die jungen Landwirte Christian und Christina Schwartau gaben sich im Standesamt das Ja-Wort.

Schon vor dem Eintreffen der starken Arbeitsmaschinen war Peter Thomsen aus Hasloh mit seinem Oldtimer-Deutz und einem noch älteren Anhänger mit Gummirädern eingetroffen. Liebevoll war das Gefährt für das Brautpaar geschmückt worden.

„Mit diesem alten Deutz hat Christian als Junge das Treckerfahren gelernt. Auf den Anhänger kommen nachher die Getrauten drauf, und dann geht die Fahrt zum Festessen in die Wulfsmühle“, berichtete er.

Während Fachbereichsleiter Volker Dentzin im Rathaus das Brautpaar auf die gemeinsame Zukunft einstimmte, herrschte draußen große Aufregung vor einem Viehtransporter, in dem ein Kälbchen auf seinen Einsatz wartete. Das neun Monate junge Hochzeitsgeschenk der Trauzeugen Henning und Jacqueline Langmaak war in einem Hemdinger Milchviehbetrieb ausgesucht und besonders herausgeputzt worden: Als es den Anhänger verließ, war ein großes Herz und das Hochzeitsdatum im brauen Fell zu erkennen – kunstvoll getrimmt.

Die jungvermählten Landwirte, die bereits seit zwei Jahren in Hasloh zusammenwohnen, staunten nicht schlecht über das quicklebendige Überraschungsgeschenk. Aber auch dem Kälbchen verschlug es die Sprache: Statt „Muh“ zu sagen, sabberte es vor Freude, weil es nun in den Familienbetrieb Schwartau in Hasloh aufgenommen werden soll.

Aus vielen Fenstern des Rathauses wurde die Zeremonie mit Staunen und Freude verfolgt. Der Standesbeamte sagte begeistert: „Ganz, ganz toll – hier ist richtig was los“. Ob das muntere Tier jedoch mit zur Hochzeitsfeier durfte oder den Tag lieber auf der Weide verbracht hat, ist nicht bekannt.

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