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"Tag des Handwerks" in Pinneberg : „Zukunft kommt von Können“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Innungen präsentieren sich am "Tag des Handwerks" in der Rathauspassage und werben um neue Lehrlinge.

154 Ausbildungsberufe gebe es im Handwerk – doch kaum einer sei in der Lage, auch nur zehn davon aufzuzählen. Davon ist der Kummerfelder Heinfried Torst, Obermeister der Elektroinnung des Kreises Pinneberg, überzeugt – und erhält Zuspruch von der Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Westholstein, Claudia Mohr.

Um die Öffentlichkeit auf die unterschiedlichen Gewerke aufmerksam zu machen, plant die für die Kreise Pinneberg und Steinburg zuständige Kreishandwerkerschaft für den bundesweiten Tag des Handwerks am Sonnabend, 21. September, eine Messe. Ab 9 Uhr stellen Vertreter der Maler- und Lackiererinnung, der Friseurinnung, der Tischlerinnung, der Elektroinnung, der Metallinnung und der Bäckerinnnung die bei ihnen zu erlernenden Berufe und die verschiedenen Tätigkeitsfelder im Foyer der Sparkasse Südholstein in der Rathauspassage in Pinneberg vor.

Filialleiter Karsten Döding sagte gestern dazu: „Das Handwerk ist das Rückgrat der Gesellschaft und ein verlässlicher Partner.“ Deshalb stelle das Kreditinstitut gern das Areal zur Verfügung, um die Aktion „Zukunft kommt von Können“ zu unterstützen.

„Wir machen aber nicht auf Meister Ede – da wird niemand an der Holzbank stehen und hobeln“, sagte Obermeister Udo Pein von der Tischlerinnung. Vielmehr sollten die Gewerke so dargestellt werden, wie sie seien – modern. Und so werde die Tischlerinnung multimedial zeigen, was deren Meister und Gesellen täglich leisteten.

Parallel dazu werden zwei Lehrlinge verschiedene Techniken demonstrieren, wie ein Raum mit Farbe verschönert werden kann, während an einem anderen Stand Frisuren modelliert werden. Zeitgleich gibt es für die Besucher der Messe, deren Eintritt frei ist, zu sehen, wie Videosprechanlagen und Elektroschaltungen funktionieren. Die Metallinnung wartet nicht nur mit einem Schiebetor, sondern gar mit einem Roboter auf und auch die Bäckerinnung wird sich präsentieren. Zudem sind diverse Mitmachaktionen geplant. Das kündigten die Organisatoren gestern an.

„Das Handwerk ist überall“, sagte der Obermeister der Metallinnung, Volker Gawron, im Gespräch mit dieser Zeitung – und genau das wollen die Gewerke auch vermitteln. Im Vordergrund stehe dabei, junge Menschen auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich klage auch die Handwerksbranche über Nachwuchsmangel. Gawron betonte dabei, dass es überhaupt gar nicht darauf ankäme, besonders gut in der Schule zu sein. Im Gegenteil: Die Jugendlichen, deren Leistungen nicht überragend sind und damit liebäugeln, Handwerker zu werden, den rät er, sich am Tag des Handwerks zu erkundigen. Denn – und das wissen laut Gawron die wenigsten – werden Schulabschlüsse durch das Durchlaufen einer Ausbildung aufgewertet. „Und so kann auch jemand ohne einen Schulabschluss einen Hauptschulabschluss erlangen“, sagte Gawron. Er fügte an: „Das ist oft mehr wert, als im System zu bleiben."

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erstellt am 11.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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