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H&M in Pinneberg : Zugpferd für die Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Textilkonzern H&M eröffnet Filiale am Lindenplatz. Stadt- und Wirtschaftsvertreter hoffen auf weitere Unternehmen.

Pinneberg | Hohe Magnet- und Ausstrahlungskraft, Anreiz für weitere Unternehmen, ein Vertrauensbeweis: An die Eröffnung der H&M-Filiale am Pinneberger Lindenplatz sind viele Hoffnungen geknüpft. Bürgermeisterin Urte Steinberg ist sich sicher: „Weitere Investoren werden folgen, H&M ist ein Zugpferd für die Stadt.“ Gestern Vormittag ist der dritte Store des schwedischen Modeunternehmens im Kreis Pinneberg eröffnet worden. Auf 1300 Quadratmetern Verkaufsfläche gibt es Bekleidung für Frauen, Männer und Kinder. „Es ist kein Vollkonzept-Store, die Plus-Kollektion und die Sportbekleidung für Frauen fehlen“, erklärt die Filialleiterin Brigitte Hoffmann. Die Hamburgerin sei positiv überrascht von Pinneberg. Den Besucheransturm habe sie erwartet. „Viele Menschen standen in den vergangenen Tagen schon an den Schaufenstern“, sagt Hoffmann. 15 Mitarbeiter sind fortan in dem Geschäft beschäftigt. „Zirka die Hälfte davon ist neu eingestellt. Die anderen sind bereits länger bei H&M, manche sind davor Jahre lang zur Arbeit gependelt – das müssen sie nun nicht mehr“, so die Filialleiterin.

Und wie kommt das neue Geschäft an? „Für mich ist es ein Grund hier in Pinneberg einzukaufen, man muss nicht mehr unbedingt nach Hamburg“, sagt Claudia Comtesse (58) aus Borstel-Hohenraden. Vor allem ihre Tochter Sarah habe sich auf den Shop gefreut. „Ich habe es mir extra in meinen Handy-Kalender eingetragen“, berichtet die 19-Jährige. „Es gibt immer noch viel Leerstand in Pinneberg“, sagt Peter Keller. „Ich wünsche mir hier mehr Geschäfte für Männer“, so der 63-jährige Pinneberger.

Zuvor war in dem Gebäude Edeka Meyer angesiedelt. „Es war nicht mehr die richtige Lage für ein Lebensmittelgeschäft“, so Jan Christopher Kersig, von der gleichnamigen Wohnungsbaugesellschaft, der das Gebäude gehört. Vertreter der Stadt und die Investoren sind sich einig: Das ist eine große Chance für Pinneberg. „Und hat eine große Ausstrahlungswirkung“, so Wirtschaftsförder Stefan Krappa.

Die Einkaufsmeile wird weiter aufgewertet: Als nächstes wird Schuhkay nebenan modernisiert. Nach dem Weihnachtsgeschäft gehe es los, so Kay Brahmst von der Betriebsgesellschaft Bruhn. Geöffnet ist H&M montags bis freitags von 9.30 bis 19 Uhr und sonnabends bis 16 Uhr.

Der Textilkonzern H&M (Hennes und Mauritz)  wurde 1947 im schwedischen Västerås gegründet. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Stockholm zählt mittlerweile  mehr als 3300 Filialen in weltweit 55 Ländern. In Deutschland gibt es mehr als 400 Filialen, davon – mit dem neuen Standort in Pinneberg – drei im Kreis. Insgesamt beschäftigt das börsennotierte Unternehmen etwa 116.000 Mitarbeiter. H&M produziert Bekleidung sowie  Accessoires, Schuhe und Kosmetikartikel für Damen, Herren und Kinder. Unter dem Namen „H&M Home“ vertreibt der Konzern zudem Einrichtungsprodukte. Zum Unternehmen gehören außerdem die Marken „Monki“, „Cheap  Monday“, „COS“, und „& other stories“.
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erstellt am 15.Nov.2014 | 10:00 Uhr

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