Zu viel Hygiene macht krank

<strong>Die allermeisten Bakterien</strong> sind harmlos im Haushalt. Zuviel des Guten beim Putzen kann sich negativ auf die Gesundheit beim Menschen auswirken. <foto>Institut Hohenstein</foto>
Die allermeisten Bakterien sind harmlos im Haushalt. Zuviel des Guten beim Putzen kann sich negativ auf die Gesundheit beim Menschen auswirken. Institut Hohenstein

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15. Oktober 2012, 01:14 Uhr

Elmshorn | "Verwandelt sich der Segen der Hygiene in einen Fluch?" lautet der Vortrag, den Professor Dr. Hilmar Lemke am Dienstag, 23. Oktober, ab 20 Uhr im Audimax der Elmshorner Hochschule Nordakademie (Köllner Chaussee 11) halten wird. Lemke ist beim Biochemischen Institut der Christian-Albrechts-Universität Kiel (Bereich Immunbiologie) tätig. Der Vortrag an der Akademie ist Teil des Programms der schleswig-holsteinischen Universitätsgesellschaft (SHUG), Sektion Elmshorn.

Unsere moderne Vorstellung von Hygiene: Alles soll möglichst sauber und keimfrei sein. Schließlich haben wir gelernt, dass Bakterien, Viren und Co. uns krank machen. Doch übertriebene Sauberkeit schadet uns vielmehr. Die Industrie schürt diese Angst und wirbt massiv mit antibakteriellen und Desinfektionsmitteln für den Hausgebrauch. Doch brauchen wir all diese Produkte wirklich? Nein, sagen Hygieneexperten. Im Gegenteil, die übertriebene Reinlichkeit kann uns sogar gefährlich werden.

Zwar wurden hygienische Maßnahmen im Zusammenwirken mit Impfungen gegen die gefährlichsten Infektionskrankheiten zum größten medizinischen Fortschritt. Allerdings: Im Gegensatz zu diesem Segen führt eine übertriebene hygienische Lebensweise zum Teil zu drastischen Anstiegen von Autoimmunkrankheiten, Tumoren sowie von Allergien und Asthma.

Im dem Vortrag werden die verschiedenen Faktoren dieser "Hygienehypothese" beschrieben.

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