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Kreis Pinneberg : Zu teuer: Kein Mineralwasser für Mitarbeiter der Regio-Kliniken

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der finanziell angeschlagene Konzern muss sparen – und fängt bei der Belegschaft an. Diese soll künftig selbst für ihre Getränke sorgen. Dem Kollegium stinkt die Entscheidung der Geschäftsführung, ebenso wie dem Betriebsrat und der Gewerkschaft. Verdi will deshalb heute im Zuge einer Protestaktion Mineralwasser im Elmshorner Krankenhaus verteilen.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Pinneberg | Ob das das richtige Signal für die Mitarbeiter ist, darüber müssen die Betroffenen selbst entscheiden. Fakt ist: Die etwa 2300 Mitarbeiter der Regio-Kliniken im Kreis Pinneberg bekommen keine Gratis-Getränke mehr von ihrem Arbeitgeber. Die bisherige Duldung, Mineralwasser aus den Krankenhausbeständen zu trinken, ist widerrufen. Grund: Die Kosten für das Wasser in Flaschen seien zum Schluss explodiert. Betriebsrat und Gewerkschaft Verdi protestieren gegen das Vorgehen der Geschäftsleitung heute mit einer Aktion im Elmshorner Klinikum.

Voraussichtlich 380.000 Euro kostete allein das Mineralwasser für Patienten und Mitarbeiter 2013. Nach erneutem Millionenverlust im vergangenen Geschäftsjahr drückt der Konzern nun bei den freiwilligen Leistungen auf die Kostenbremse.

„Wir können die Duldung nicht länger aufrecht erhalten“, sagt Sebastian Kimstädt. Der Regio-Kliniken-Sprecher erklärt weiter, dass allein in 2013 die Ausgaben für Mineralwasser um etwa 70.000 Euro gestiegen seien. Ein Umstand, den das Unternehmen nicht weiter aus der eigenen Tasche finanzieren möchte. Die Patienten erhalten indes weiter gratis Mineralwasser.

„Man gräbt uns das Wasser ab“, bringt eine Mitarbeiterin der Regio-Kliniken die Neuregelung auf den Punkt. Und weiter noch: Die Kollegen täten alles, die Patienten permanent zu versorgen, leisteten teils schwere körperliche Arbeit, verzichteten auf lange Pausen und der Mühe Dank sei nun, dass man nicht einmal einen Schluck Wasser bekomme.

Bei der Aktion „erfrischend verdi“ wird die Gewerkschaft heute die Kollegen in Elmshorn mit Mineralwasser versorgen, um damit auf die „Trockenlegung“ aufmerksam zu machen und die Geschäftsführung der Regio-Kliniken zum Umdenken zu bewegen. Die Entscheidung betrifft auch die Angehörigen der Patienten. Ihnen wird ebenfalls das Wasser nicht mehr kostenlos zur Verfügung gestellt.

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