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Pinneberger Tageblatt

20. August 2017 | 13:52 Uhr

Zoff um Kasernenstraße

vom

Pinneberg | Die Bürgerinitiative Bieneh reagiert mit Unverständnis auf die Forderungen der Interessengemeinschaft Hogenkamp, das Eggerstedt-Gelände auch vom Westen an das Pinneberger Straßennetz anzubinden (wir berichteten). "Diese Straße wäre eine Verlängerung der Westumgehung", betont Meike Oltmanns-Hase, Sprecherin der Bieneh. Das Verkehrsmodell der Stadt Pinneberg prognostiziere daher für das Jahr 2025 bis zu 9500 Autos am Tag auf der so genannten Kasernenstraße Für den Hogenkamp seien es laut Modell nur 100 Fahrzeuge in 24 Stunden. "Der Bau der Kasernenstraße hat also nichts mit fairer Verteilung der Verkehrslast zu tun", so Oltmanns-Hase. Im Einzugsgebiet der Bieneh lebten außerdem erheblich mehr Kinder als am Hogenkamp. Die Bieneh-Sprecherin verweist auch auf die entstehenden Kosten: "Wenn schon ein Zugang für das Kasernengelände kommen muss, käme es die Stadt Pinneberg erheblich billiger, wenn bestehende Straßen ausgebaut werden." Der Hogenkamp müsse offenbar ohnehin saniert werden, so Oltmanns-Hase. Die Kasernenstraße bedeutete hingegen Millionenausgaben für die klamme Stadt und gefährde das Naherholungsgebiet um die Kleingärten am Eggerstedter Weg.

Bei der Bieneh ärgert man sich auch über die vergebene Chance zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Anwohnern des Hogenkamps. Oltmanns-Hase: "Wo waren diese Damen und Herren all die Jahre, als wir aktiv versucht haben, die Planungen rund um die Kaserne zu beeinflussen?" Hätte man rechtzeitig gemeinsam Position bezogen, hätten sich vielleicht viel grundlegendere Lösungen finden lassen, um Pinnebergs Süden vom Verkehr zu entlasten, so die Bieneh-Sprecherin. Die Mitglieder der IG Hogenkamp seien häufig auf Veranstaltungen der Bieneh gesehen worden. "Niemand hat es für nötig gehalten, mit uns Kontakt aufzunehmen."

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erstellt am 10.Aug.2013 | 03:14 Uhr

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