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SPD in Rellingen : Zimmermann ist der neue Erste Mann

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ex-Redakteur der ARD-Tagesschau jetzt Chef der Rellinger Sozialdemokraten.

shz.de von
erstellt am 24.Aug.2013 | 00:31 Uhr

Gunnar Koltzk sollte Recht behalten. Der amtierende Fraktions- und stellvertredende Vorsitzende des Rellinger SPD-Ortsvereins sagte vor Beginn der Mitgliederversammlung: „Anders als bei unseren Jahreshauptversammlungen, an denen bis zu 30 Genossinnen und Genossen teilnehmen, bin ich heute skeptisch was die Besucherzahlen anbelangt.“ Nur elf der 81 Parteimitglieder waren in den Sportclub Egenbüttel gekommen – obwohl Nachwahlen des Vorstands anstanden. Einstimmig zum Nachfolger des nach den Kommunalwahlen zurückgetretenen Ulfert Martinsen wählten die Versammlungsteilnehmer Christian Zimmermann (70, Foto).

Bis zu seiner Pensionierung arbeitete Zimmermann als Redakteur unter anderem für die Tagesschau. Um die Arbeitswelt aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen, ist Zimmermann jetzt in der Rezeption eines Hotels tätig. „Dabei sammele ich Erfahrungen, die ich in meiner neuen Funktion gut einbringen kann“, so der neue Vorsitzende.

Ein besonderes Anliegen Zimmermanns ist der soziale Wohnungsbau in Rellingen. Gerade im Ballungsraum Hamburg sei es wichtig, bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Erste Gespräche in dieser Richtung habe er bereits mit der Wohnungsbaugesellschaft Neue GeWoGe geführt. Jetzt sei es wichtig, Politik und Verwaltung „die Augen dafür zu öffnen“. Die neue Funktion als Vorsitzender bezeichnete Zimmermann, der seit zwei Jahren SPD-Mitglied ist, als Job zwischen Pflicht und Neigung, wobei ihm daran liegt, dass „die SPD als solche erkennbar ist und als Opposition Kontrolle ausübt“. Ulfert Martinsens Ehefrau Juliane bat der neue Vorsitzende seinem Vorgänger zu sagen, dass die Partei ihn brauche. Dass er selbst von ihm lernen wolle. Eine Einschätzung, die vom Stellvertreter Koltzk und von Mitglied Helmut Tilgner später bestätigt wurde.

Zur Beisitzerin wählte die Versammlung einstimmig Margret Liehn (56), die – mit einer Unterbrechung – der Partei seit 40 Jahren angehört.

Als Gast des Abends hatte der stellvertretende Koltzk den SPD-Landtagsabgeordneten Kai Vogel begrüßt. „Insgesamt funktioniert die von allen sehr kritisch beäugte Koalition der drei Parteien sehr gut“, zog der Landtagsabgeordnete Bilanz. Von Vorteil sei dabei die schwache Opposition. Angesprochen wurden der Sanierungsbedarf im Straßenbau sowie unter anderem der Ausbau der A 7, bei der Schleswig-Holstein zwar kein Mitspracherecht habe, aber für Ausweichstrecken sorgen werde.

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