Förderzentrum Friedrichshulde : Zaubershow und Live-Musik beim zweiten Schenefelder Miteinander

Mit ihrem kreativen Mal-Event bot Anne Woest von der Lebenshilfe einen attraktiven Programmpunkt für Kinder an.

Mit ihrem kreativen Mal-Event bot Anne Woest von der Lebenshilfe einen attraktiven Programmpunkt für Kinder an.

Bürger vergnügen sich bei Spielen. „Wunderbare Gelegenheit, sich zu begegnen“.

shz.de von
26. Juni 2018, 15:00 Uhr

Schenefeld | Miteinander leben und feiern: Neuzugezogene und alteingesessene Schenefelder haben nach diesem Motto am Sonntag ihr Fest für alle Bürger veranstaltet. Die Liedertafel Frohsinn sowie die Gruppe Rosi und die Knallerbsen sorgten im Heilpädagogischen Förderzentrum für einen stimmungsvollen musikalischen Rahmen. Vertreter von Vereinen und Verbänden boten an diversen Ständen Mitmachaktionen, Spiele – aber auch Beratung an.

Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski (SPD) dankte dem Arbeitskreis der sozialen Einrichtungen für die Gestaltung des zweiten „Schenefelder Miteinanders“. „Ihre ehrenamtliche Tätigkeit ist unbezahlbar“, sagte Bichowski. Sie würdigte den Einsatz politischer Vertreter der Stadt, aber auch den Einsatz aller Schenefelder Vereine und Verbände im Zuge der Feier. Das Engagement der Bürger trage maßgeblich dazu bei, das gesellschaftliche Leben am Laufen zu halten.
Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) freute sich ebenfalls über die „wunderbare Gelegenheit, sich zu begegnen“. Sie richtete einen besonderen Dank an den Hausherrn Matthias Wiggers vom Förderverein Friedrichshulde, der das Treffen in dieser Form ermöglichte.

Nach drinnen verlegt

Die Musikgruppen traten aufgrund des durchwachsenen Wetters drinnen auf. Für klangvoll gesungene Lieder wie „Kein ferner Land“ und ein ausgewähltes Schlager-Potpourri, darunter Songs wie „Die Capri-Fischer“, gab es viel Applaus. Die Band der Lebenshilfe, Rosi und die Knallerbsen, unterhielt die Gäste kontrastreich mit überraschend fetziger Musik.

Die Mitglieder des Seniorenbeirats Renate Wedde (von links), Erika Staarck, Eckhart Vogelgesang und Karin Niß versorgten die Besucher mit Kaffee und Kuchen.
Frauke Heiderhoff
Die Mitglieder des Seniorenbeirats Renate Wedde (von links), Erika Staarck, Eckhart Vogelgesang und Karin Niß versorgten die Besucher mit Kaffee und Kuchen.
 

Zauberer Elias Sahabi bereicherte das Bühnenprogramm ebenfalls. Er zeigte verblüffende Tricks mit Karten, Seilen und Bechern. Sahabi bezog auch Blau-Weiß 96-Integrationslotsin Martje Lott in die Show mit ein.

Spende an den Förderverein Friedrichshulde

Eckhart Vogelgesang und Karin Niß vom Seniorenbeirat versorgten die Gäste derweil mit Kaffee und Kuchen. „Es ist eine Freude, dabei zu sein“, sagte der Vorsitzende des Seniorenbeirats. Insgesamt hatten ihm zwölf private Personen Kuchen gespendet. Auch der Kaffee aus fairem Handel sei gesponsert worden. 200 Euro gingen letztlich an den Förderverein Friedrichshulde.

Mitarbeiter der Awo Suchthilfe- und Gewaltprävention, der Lebenshilfe, des Willkommenscafés und viele mehr unterhielten im Außenbereich mit einem bunten Programm. Präsente gab es am „Glücksgriff“-Tisch zu gewinnen. Die Gleichstellungsbeauftragte Ute Stöwing zeigte sich positiv überrascht, dass beim „eher bescheidenen Wetter“ so viele Besucher vorbei schauten. „Es ist hervorragend, dass sich so viele Menschen engagieren“, sagte sie. „Glücksgriff“-Chefin Ingrid Pöhland bedauerte jedoch, dass zu wenige Kinder das Fest besucht hätten. Anne Woest von der Lebenshilfe zog eine insgesamt positive Bilanz. „Wir haben hier ein schönes Miteinander“, sagte sie. Es habe insgesamt alles sehr gut geklappt.

Hintergrund: Friedrichshulde

Aus einem Gutshof in Schenefeld wird ein Förderzentrum: 1905 erwarb das Sozialwerk der Christusgemeinde den Gutshof in Schenefeld und nutzte diesen als Unterkunft für Kriegs- und Flüchtlingswaisen. Jedoch deutete sich 1948 schon die gesamtgesellschaftliche Entwicklung an, dass sich daraus ein Heim für sogenannte Sozialwaisen entwickeln wird, wo Kinder aus schwierigen Millieus  unterrichtet werden sollen. Doch 1966 brannte dieses Gebäude ab. Der Neubau ließ aber nicht lange auf sich warten. 1966 wurde der Grundstein gelegt.  Schließlich wurde dieser neue Bau 1971 eingeweiht. Später kam ein neues Schulgebäude auf dem Areal hinzu. Jetzt soll ein Neubau für die bewohnten Teile her, der das Hauptgebäude von 1971 ersetzen wird. Dieser befindet sich in der Entstehung. Aktuell gehen 60 Kinder und Jugendliche  in die Schule des Förderzentrums Friedrichshulde.  Es gibt sechs Wohngruppen mit  55 Bewohnern im Alter zwischen sechs und 18 Jahren. Dazu kommen 20 Krippenkinder in der Biene Sonnenstrahl. Dort spielen auch  20 Mädchen und Jungen in der Elementargruppe. Zudem gibt es eine integrative Gruppe mit 15 Plätzen.

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