zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

18. August 2017 | 05:36 Uhr

Kreis Pinneberg : Zahl der Insolvenzen steigt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

In Pinneberg und Umgebung scheint die Wirtschaft einen schweren Stand zu haben - hier gab es mehr Insolvenzanträge als im Vorjahr.

Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen und der Privatinsolvenzen im Kreis Pinneberg ist gestiegen. Pinneberg ist damit der einzige Kreis Schleswig-Holsteins, in dem es im ersten Halbjahr 2013 mehr Insolvenzanträge gab als im Vorjahr.

Wie das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein mitteilte, stellten in diesem Zeitraum insgesamt 68 Betriebe einen Insolvenzantrag. Im Vorjahreszeitraum waren es 51. Insgesamt sind von den Problemen der Unternehmen 326 Beschäftigte betroffen. Im Vorjahr waren es 250.

Und auch der potentielle wirtschaftliche Schaden, also die voraussichtlichen Forderungen von Gläubigern, ist nach Auskunft der Statistiker deutlich größer geworden. 17,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr stehen 12,7 Millionen im Vorjahreszeitraum gegenüber. Besonders betroffen sind der Handel und die Gastronomie.„Wir können aus den Zahlen aber nicht ablesen, dass es im Kreis Pinneberg strukturelle Probleme der Unternehmen gibt“, sagte Michael Legband, Sprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Kiel. „Die Zahlen sind zu klein, um darin einen generellen Trend zu erkennen. Einzelfälle beeinflussen die Statistik stark“.

Die Zahl der Insolvenzen schwankt stark. Im Gesamtjahr 2010 waren es kreisweit 114 Fälle, 2011 waren es 133 und 2012 waren es 97. In Schleswig-Holstein waren es bis Ende Juni 509 Insolvenzanträge, bis Juni 2012 noch 620. Landesweit war aber der wirtschaftliche Schaden deutlich größer. Trotz sinkender Zahl an Insolvenzen wuchs die Summe der Forderungen von 280 Millionen auf 450 Millionen Euro.

Gewachsen ist auch die Zahl der Privatinsolvenzen. Waren es im ersten Halbjahr 2012 insgesamt 132 Pleiten im Kreis Pinneberg, zählten die Statistiker bis Ende Juni 2013 insgesamt 148. Auch ihre Zahl ist auf Landesebene gesunken.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen