Zählerstand per Ultraschall

Verantwortlich für den Schritt ins digitale Zeitalter: Inga Fröhlich (von links), Jürgen Pein, Marc Trampe, Andreas Witt, Frank Gutjahr, Lorenzo Galán und Svenja Suhrau.
Verantwortlich für den Schritt ins digitale Zeitalter: Inga Fröhlich (von links), Jürgen Pein, Marc Trampe, Andreas Witt, Frank Gutjahr, Lorenzo Galán und Svenja Suhrau.

Startschuss für Einbau von funkauslesbaren Wasseruhren für 4200 Haushalte: Rellingen investiert 350 000 Euro

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17. August 2018, 16:00 Uhr

Fehleranfällig, personalintensiv, teuer – so wurden in den zurückliegenden Jahrzehnten die Daten der Wasseruhren in den Rellinger Haushalten jährlich erfasst. Doch als eine der ersten Kommunen in Schleswig-Holstein heißt es ab sofort: Ultraschall statt Hausbesuch oder lästiges Karten ausfüllen. Gestern wurde im Dienstzimmer von Bürgermeister Marc Trampe (parteilos) die „digitale Revolution“ vorgestellt.

Jürgen Pein, Andreas Witt und Frank Gutjahr, Wassermeister der hiesigen Wasserwerke, wissen um die Vorteile, die die insgesamt etwa 350 000  Euro teure Investition in neue funkauslesbare Wasseruhren für mehr als 4200 Haushalte mit sich bringen: „Die neue Technik verspricht eine fehlerfreie Übermittlung und Weiterverarbeitung der Zählerstände. Außerdem weist das disignprämierte Gerät auf Leckagen hin und ermöglicht eine stichtagsgenaue Abrechnung.“

Für die Experten in Blau heißt das auch künftig: Ist der etwa 80 Euro teure Wasserzähler erst einmal eingebaut – pro Jahr sollen im Durchschnitt 670 Zähler, gestreckt auf sechs Jahre in Rellingen kostenlos installiert werden – entfällt beispielsweise das künftige Betreten der Wohnungen durch Fremde.

„Wer in den Genuss des neuen, hygienischen und geräuschlosen Hightech-Zählers mit einer Lebenszeit von bis zu 16 Jahren kommt, richtet sich nach dem Ablauf der Eichzeit des alten analogen Wasserzählers“, sagte gestern Inga Fröhlich, Fachbereichsleiterin Finanzen. Und betonte die Motivation der Kommune für diesen Schritt in die Zukunft: Der händische Eintrag in eine Karte habe eher an 1950 als an das Jahr 2018 angemutet.

Dass die handlichen Zähler funktionieren – laut Bundesimmissionsgesetz mit geringer Strahlenbelastung –, dafür legt Lorenzo Galán „seine Hand ins Feuer“. Seine dänische Firma Kamstrup, von „Grönland bis Feuerland“ agierend, sei weltweit führend und erfahren. Die Auslesung per Laptop von der Straße aus erfolge mit doppelter Verschlüsselung – ein Missbrauch Dritter sei ausgeschlossen.

Für Verwaltungschef Trampe ist die Umstellung auf digitale Wasserzähler ein wichtiger Schritt: „Bürgerservice pur mit interner Effizienz.“

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