Kreis Pinneberg : Yorck Felix Speer und Oliver Rau erhalten Pinneberger Kulturpreis

Im Gartensaal der Landdrostei wurden Sänger Yorck Felix Speer (Bass-Tenor) und Musiker Oliver Rau (Geige und Klavier) geehrt. Die Vorsitzende der Kulturpreisjury, Stefanie Fricke (Mitte) und die Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport, Kerstin Seyfert (rechts), stellten das Duo vor. Aus Verbundenheit kam Kreispräsident Burkhard Tiemann (links) und gratulierte ebenfalls.
Foto:
Im Gartensaal der Landdrostei wurden Sänger Yorck Felix Speer (Bass-Tenor) und Musiker Oliver Rau (Geige und Klavier) geehrt. Die Vorsitzende der Kulturpreisjury, Stefanie Fricke (Mitte) und die Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport, Kerstin Seyfert (rechts), stellten das Duo vor. Aus Verbundenheit kam Kreispräsident Burkhard Tiemann (links) und gratulierte ebenfalls.

Jetzt ist es raus: Am Mittwoch wurden die diesjährigen Drostei- und Jugendförderpreisträger durch die Jury vorgestellt. Die Preisverleihung ist im November.

shz.de von
10. Mai 2018, 16:00 Uhr

Pinneberg | „Ich bin überrascht und stolz darauf, wie viele Kunsttalente in unserem Kreis leben“, freute sich Kerstin Seyfert (CDU), Vorsitzende des Kreis-Ausschusses für Schule, Kultur und Sport bei der Bekanntgabe der Preisträger in der Landdrostei. Und die Jury-Vorsitzende Stefanie Fricke ergänzte: „Wir haben für den Preis 2018 insgesamt 14 Bewerbungen erhalten. Davon neun aus dem Musikbereich und fünf aus dem Bereich bildende Kunst. Ich möchte die jetzigen Gewinner nicht herabsetzen, aber es hat auch einige andere Anwärter gegeben, die eine große Chance auf Drostei- und Förderpreis hatten.“

Dass die Wahl dennoch auf die richtigen Kandidaten gefallen ist, wird bereits beim ersten Blick auf die Biografien der beiden ausgezeichneten Musiker deutlich. Der Opernsänger Yorck Felix Speer erhielt seine Gesangsausbildung bei Theodor Greß, Alan Speer und Hanna Schwarz. Er war Meisterkursschüler von Brigitte Fassbaender und Andreas Schmidt. Die Liste der Dirigenten, mit denen Speer während seiner bisherigen Musikkarriere gearbeitet hat und die Liste der Häuser in denen er auf der Bühne stand, liest sich wie das „Who is Who“ der aktuellen Klassikszene. Vom Schleswig-Holstein und Dresdner Musikfestival über die Ansbacher Bachtage bis hin zum Bonner Beethovenfests reicht die nicht enden wollende Liste, die Speers Engagements umfasst. Das Staatstheater Kassel hat ihn für die kommenden Spielzeiten für die neue Ring-Produktion (Wagner) als Hunding und Hagen verpflichtet sowie zusätzlich als Baculus im Wildschütz. Zahlreiche Radio-und CD-Produktionen dokumentieren ferner seine bedeutende Arbeit.

Von Pop zur Oper

Dabei hat der sympathische Mann noch nie seinen Erstwohnsitz aus dem Kreis Pinneberg verlegt. Er ist immer für seine Arbeit durch die Welt gezogen und seiner Heimat treu geblieben. Speer erinnerte sich bei der Preisübergabe mit Freude an seine einstige Jugend-Ska-Band „The Monroes“, mit der er bereits den John-Lennon-Gedächtnispreis gewann. „Man kann sagen, ich bin vom Pop zur Klassik und so zur Oper gekommen“, witzelte Speer am Rande der Veranstaltung.

Die Verleihung von zwei Kulturpreisen im Kreis Pinneperg gibt es seit 15 Jahren. Bis dahin wurde jährlich beziehungsweise alle zwei Jahre nur ein Kulturpreis als Anerkennungs- oder Förderpreis für künstlerisch Schaffende unter besonderer Berücksichtigung verliehen.

Mit 14 Jahren Solist mit Orchester

Neu ist in diesem Jahr, dass das Höchstalter für den Nachwuchpreis auf 35 Jahre festgelegt ist. „Schließlich wollen wir den Nachwuchs auf dem oft langen und entbehrungsreichen Weg in die Profikarriere unterstützen. Und das haben wir mit der Wahl von Ausnahmetalent Oliver Rau auch klar getan“, so Jurychefin Fricke. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann outete sich als großer Fan des 23-jährigen Rau. „Oliver ist ein absolutes Ausnahmetalent. Wir wohnen beide in Kummerfeld und ich habe sein Talent und seine Karriere immer im Auge behalten und habe ihm Möglichkeiten für Auftritte geboten zum Beispiel bei Aktivitäten und Feierstunden im Kreistag“, zeigt sich der Kreispräsident beeindruckt und stellt sich ganz bewusst für das Foto neben Rau, sehr zu dessen Freude. Rau gab übrigens sein Debüt als Solist mit Orchester bereits mit 14 Jahren. Seitdem musiziert er im In- und Ausland. Er ist mit seinen 23 Jahren bereits mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet worden. So hat er mehrfach den ersten Platz beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gewonnen.

Wer sich von den Ausnahmetalenten selbst ein Bild machen möchte, kann dies beim Festakt – mit Auftritten der beiden Preisträger – Anfang November machen.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen