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Pinneberger Tageblatt

21. August 2017 | 03:34 Uhr

Pinneberg : Worte, die Erinnerungen erhalten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinneberger Autoren setzen sich mit den Schrecken des Ersten Weltkriegs auseinander / Lesung am 12. Februar im Stadtmuseum

Deutschland im Taumel zwischen Schrecken und Euphorie: Der Erste Weltkrieg. Am 28. Juli 1914 nahm die Katastrophe ihren Lauf, zehn Millionen Soldaten fielen ihr zum Opfer. In der Heimat, so auch in dieser Region, konnte niemand die Ausmaße erahnen und viele hielten den Kampf für richtig. Diesem Spannungsfeld haben sich die Pinneberger Autoren angenommen. Der Zusammenschluss von Schriftstellern veranstaltet am Donnerstag, 12. Februar um 19 Uhr die Lesung „ich sah durchs Land – ein Weltenbrand“ im Stadtmuseum Pinneberg, Dingstätte 25. Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

Es ist das dritte Mal, dass die Pinneberger Autoren eine Ausstellung des Museums mit einer Lesung begleiten. „Das ist eine schöne Ergänzung“, sagt Museumsleiterin Ina Duggen-Below. Doch für die Schriftsteller „war es diesmal eine besondere Herausforderung“, berichtet Schrifstellerin Jutta Haar. Joachim Frank beschreibt das Thema sogar als Hürde, beispielsweise gebe es keine Zeitzeugen mehr, die befragt werden könnten. Die Frage der Autoren: „Wie gehen wir damit um?“ Die Lösung:
Fantasie. Auf dem Weg zu den Ergebnissen kam es zu regem Austausch und Diskussionen untereinander.

Aus dem Prozess heraus entstanden Ideen, die in Gedichten, Geschichten und Essays zum Ersten Weltkrieg endeten. „Die Texte sind voller Gefühl“, beschreibt Frank die Ergebnisse. Zudem zeigten sie unterschiedliche Perspektiven auf. In seinem Essay „Katharsis“ beschäftigt sich Frank etwa mit der Reinigung durch den Krieg. „Niemand scheint die Dimension dieses Krieges verstanden zu haben“, resümiert der Autor nach seinen Recherchen zum Thema.

Die Autorin Haar schreibt heitere Texte. Nach sechs Monaten hatte sie einen Weg gefunden, dem Ersten Weltkrieg mit Satire zu begegnen. In ihrer Geschichte „100 Jahre Erster Weltkrieg“ geht es um eine Chorprobe in der Gegenwart, bei der eine hitzige Diskussion entsteht.

Laut Frank soll die Lesung keine trübselige Veranstaltung werden. Die Autoren hätten sich dem Thema „vielfältig und aus unterschiedlichen Perspektiven angenähert“. Zudem ist für die Gäste im Stadtmuseum auch ein Quiz geplant. Für die Lesung haben die Schriftsteller Texte geschrieben und gesammelt. Mit dabei sind Margot Drews, Joachim Frank, Jutta Haar, Jens Kraglund, Klaus Landahl, Gisela Moes, Rüdiger Stüwe, Traute Schröter und Dörte El Sarise.

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erstellt am 07.Feb.2015 | 17:06 Uhr

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