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Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 05:22 Uhr

Rellingen : Wohnungen auf dem Poco-Areal?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Sozialdemokraten der Baumschulgemeinde setzen sich für bezahlbare Unterkünfte ein. Die bisherigen Pläne sehen dort allerdings Gewerbeansiedlungen vor.

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 16:00 Uhr

„Wir müssen dringend bezahlbaren Wohnraum schaffen“, sagt Rellingens SPD-Vorsitzender Christian-Matthias Zimmermann. Ein potenzieller Standort, um zumindest in der Gemeinde die Wohnungsnot zu lindern, wäre nach Auffassung der Sozialdemokraten das ehemalige Poco-Domäne-Gelände an der Industriestraße/Ecke Hans-Reumann-Straße, direkt an der Grenze zu Hamburg.

Der Grund liegt auf der Hand: „Dort stehen etwa 26.000 Quadratmeter zur Verfügung“, so Zimmermann. Es bestehe die Chance, auf dem Areal bezahlbare Unterkünfte für Mieter zu schaffen.

„Davon gibt es in der Gemeinde definitiv zu wenig“, klagt Zimmermann. Es reiche nicht aus, sich nur um finanzstarke Familien zu kümmern, die Eigentum erwerben wollen. Die Wohnungsnot sei ein bundesweites Problem, das längst auch in Rellingen angekommen sei. So könnten beispielsweise Rellingerinnen keinen adäquaten Ersatz finden, die nach dem Tod ihres Mannes das Haus verlassen wollen. „Die Witwen werden aus Rellingen vertrieben, weil es keine bezahlbaren Wohnungen gibt“, kritisiert der SPD-Vorsitzende.

Für den Bauausschuss, der am 17. September ab 19 Uhr im Rathaus tagt, werden die Genossen einen Antrag stellen, auf dem Poco-Domäne-Areal auch Wohnungsbau zu ermöglichen. Die bisherigen Pläne sehen dort zwar Gewerbeansiedlungen vor. Für Zimmermann gibt es aber keinen Grund, daran festzuhalten.

Selbst finanziell könnte sich der Kurswechsel nach seiner Auffassung lohnen. „Neubürger bringen zusätzliche Steuereinnahmen“, betont Zimmermann. Die Gewerbesteuer hänge dagegen von der Konjunktur ab und könnte sogar ganz wegfallen. Ein zusätzliches Lockmittel seien mögliche Fördergelder des Landes. Ein potenzieller Investor für das Gelände könnte laut des SPD-Chefs die Neue GeWoGe in Pinneberg sein. Zu der Wohnungsbaugesellschaft hat Zimmermann bereits Kontakt aufgenommen.
 

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