Westlich von Helgoland : Woher kommt die Ölspur? Bundespolizei wertet Schiffsbewegungen aus

Der Ölteppich ist über 50 Kilometer lang.

Der Ölteppich ist über 50 Kilometer lang.

Die Verschmutzungen sinken offenbar unter die Wasseroberfläche. Damit sei eine Bekämpfung nicht mehr möglich.

shz.de von
18. August 2018, 16:09 Uhr

Helgoland | Nach der Entdeckung einer 50 Kilometer langen Ölspur auf der Nordsee hat die Bundespolizei Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Dazu sollten Daten über Schiffsbewegungen ausgewertet werden, sagte ein Sprecher am Samstag. Ein Polizeihubschrauber und ein Überwachungsflugzeug hatten die 300 Meter breite Verschmutzung am Freitag entdeckt und dabei auch vereinzelte Ölklumpen gesichtet.

Das Havariekommando schickte daraufhin vier Spezialschiffe in das Einsatzgebiet 25 Kilometer westlich von Helgoland. Zudem überflogen ein deutsches und ein niederländisches Suchflugzeug das Seegebiet. Für Samstag waren neue Kontrollflüge geplant.

Die Verschmutzung löste sich nach weiteren Beobachtungen inzwischen auf. Das Havariekommando vermutet, dass das Öl durch Beimengung von Reinigungsmitteln unter die Wasseroberfläche abgesunken ist. Dadurch seien Bekämpfungsmaßnahmen nicht möglich, sagte eine Sprecherin.

Die Polizei will zunächst Schiffsbewegungen nachverfolgen, um mögliche Verursacher zu bestimmen. Daneben wurden auch Wasserproben aus dem verunreinigten Gebiet genommen, um sie bei Hafenkontrollen mit Ölproben von verdächtigen Schiffen zu vergleichen.

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