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Mängelliste ist lang : WoBo-Aula ist so nicht zu gebrauchen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fehlende Beleuchtung, zu wenig Steckdosen, amateurhaftes Vorhang- und Tonsystem: Mängelliste ist lang. Nachrüstung kostet 20.000 Euro.

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erstellt am 08.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Halstenbek | Die Schulaula sollte Herzstück und Aushängeschild des für 21 Millionen Euro neu gebauten Wolfgang-Borchert-Gymnasiums (WoBo) in Halstenbek sein. Doch wenn am Freitag, 11. September, ab 15 Uhr die Ehrengäste zur offiziellen Eröffnungsfeier auf die 500 Sitzplätze zuströmen, heißt es, Ohren spitzen: Die geplante Musical-Vorführung der Theater AG als Programmteil dürfte mangels Soundsystem und fehlender Mikrofone – statt 30 gibt es nur zwei Stück – nur halb zu genießen sein.

Krisentreffen, gestern am Bickbargen: Andreas Kroder, WoBo-Lehrer und Theater-AG-Leiter, Abiturient und Technik-AG-Mitglied Moritz Baars, Schulleiter Karsten Schneegaß und Volker Deising vom Kulturkreis legen eine Mängelliste vor. Es geht um fehlende Spot- und Effektbeleuchtung, um ein neues Trafohaus zur Stromversorgung, um zu wenig Steckdosen, um ein amateurhaftes Vorhang- und Tonsystem.

Schüler Moritz bringt es auf den Punkt: „Wir haben zwar ein neues Mischpult für 10.000 Euro. Für die Anschaffung danken wir der Bruno-Helms-Stiftung, dem Kulturkreis, den Gemeindewerken , dem Elternbeirat, dem Freundeskreis sowie den Eltern und Yamaha.“ Doch nach dem Dankeschön im Namen aller schickt der ernüchterte Baars eine große Bitte an die Verantwortlichen hinterher: „Um das professionelle Mischpult einsetzen zu können, benötigen wir dringend eine Stage-Box für Mikrofone. Die kostet im Internet etwa 6800 Euro.“

Dabei bleibt es nicht: Kroder blickt gen Aula-Decke. „Die von VD Media statisch verankerten Vorhänge sind nicht für Vorführungen auf hohem Niveau geeignet.“ Der Theaterchef hofft, dass auch da rasch nachgebessert wird.

Niveau: Das ist das Stichwort, bei dem Oberstudiendirektor Schneegaß sein Gesicht in Sorgenfalten legt: „So, wie die Aula übergeben wurde, entspricht sie nicht mehr dem praktizierten Niveau des Schulbetriebs am WoBo.“ Schneegaß, der am 31. Januar 2016 nach 16 Jahren seinen Posten für seinen Nachfolger Veit Poeschel räumen wird, will unbedingt dafür sorgen, dass die Abschieds- und Begrüßungsfeier der Direktoren mit funktionierendem Equipment über die Bühne geht. Doch warum ist das Prestigeobjekt Aula so stiefmütterlich behandelt worden? Alles eine Frage von mangelnder Kommunikation? Die Gründe bringt Deising auf den Punkt: „Vor mehr als 18 Monaten sind die Mängel schon bekannt gewesen. Die Verwaltung hat sich dabei auf die Politik verlassen und umgekehrt.“ Deising hofft innig, dass für die Neujahrsgala des Kulturkreises Anfang Januar 2016 die Mängel abgestellt sind.

Die Kritik an mangelnder Kommunikation weist Halstenbeks Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann zurück: „Wenn es Probleme gibt, werden sie abgestellt. Wir brauchen dafür aber Zeit. Hochtief als Bauherr liegt die Mängelliste vor.“ Am kommenden Donnerstag treffen sich laut Rathauschefin die Verantwortlichen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. 20.000 Euro werden insgesamt benötigt. Abiturient Moritz hofft, dass während der Eröffnungsfeier eine Lösung verkündet wird.

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