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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 07:58 Uhr

Pinneberg : Wo die schönsten Rosen blühen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Freundeskreis setzt sich seit fünf Jahren für eine Neugestaltung des Rosengartens ein. Der Vorkriegszustand soll wieder hergestellt werden.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Als sich der Freundeskreis des Rosengartens 2009 gründete, hatte der Verein sieben Mitglieder. „Wir hatten einen Hilferuf aus der Verwaltung erhalten“, erzählt Vorstand Joachim Haß. Die finanziell angeschlagene Stadt brauchte Unterstützung beim Unterhalt der Parkanlage im Fahlt. Der Freundeskreis setzte sich gleich ehrgeizige Ziele: Der Rosengarten sollte wieder in den Zustand zurückversetzt werden, der von Carl Bradfisch 1934 in der Kreisstadt angelegt wurde. Das Gesamtkunstwerk mit Art-Deco-Bänken und Pergolas fiel den Kriegsnöten zum Opfer. 1941 wurde das Gelände zum Gemüseanbau genutzt, nach dem Krieg nie wieder in alter Pracht aufgebaut. 2014 hat der Freundeskreis zirka 110 Mitglieder. Zeit für eine Zwischenbilanz bei einem gemeinsamen Rundgang mit Bürgermeisterin Urte Steinberg und Sponsoren.

Die Rathauschefin nutzt die Gelegenheit, um dem Verein ihren Dank auszusprechen. „Die Hege und Pflege des Freundeskreises trägt dazu bei, dass der Rosengarten so wunderschön ist.“ Eine wichtige Errungenschaft zeigt Haß gleich zu Beginn. Höhere Zäune und Tore schützen die zarten Rosenknospen nun vor gefräßigen Rehen aus dem Fahlt. Die Schäden durch Verbiss habe man so endlich in den Griff bekommen.

Ebenfalls sofort zu sehen: Auch die Eingänge hat der Verein neu gestaltet, wer vom Schwimmbad oder durch den Fahlt kommt, wird von Schautafeln empfangen, auf denen die Geschichte der Gartenanlage erläutert wird. Einige Meter hinter dem Haupteingang erwartet den Besucher eine Spendenbox. Der Holzbildhauer Oliver Nau aus Ellerbek hat dazu eine detailverliebte Rosenstele angefertigt, in welche die Geldkassette eingelassen ist. Im Rosengarten stellt der Verein Schritt für Schritt weiße Holzbänke auf, die an die ursprüngliche Gestaltung des Parks erinnern. „Mittlerweile lassen wir die Bänke von der Lebenshilfe anfertigen – die Qualität ist sehr gut und der Preis niedriger als vorher“, freut sich Haß. Ebenfalls aus weißlackiertem Holz sind die Stelen, an denen sich später Rosenbüsche emporranken sollen. Gemeinsam mit der Stadt kümmert sich der Freundeskreis natürlich vor allem um die Pflanzen. „Die Bodenmüdigkeit macht große Probleme“, sagt Haß. Immer wieder müsse das Erdreich ausgewechselt werden, neue Rosen gepflanzt werden. Aus den Beeten der Landesgartenschau sind gerade neue Exemplare eingetroffen – die Sträucher sind an den Fähnchen in den schleswig-holsteinischen Landesfarben zu erkennen. Zurzeit kümmern sich zwei ehrenamtliche Helferinnen täglich um die Blumen. Haß ist dankbar für das Engagement und betont: „Wir können weitere Unterstützung gebrauchen.“

Spenden an den Freundeskreis können auf folgende Konten überwiesen werden: VR Bank Pinneberg; IBAN: DE75 2219 1405 0050 9989 70; BIC: GENODEF1PIN oder Sparkasse Südholstein;IBAN: DE41 2305 1030 0015 2002 23; BIC: NOLADE21SHO www.rosengarten-pinneberg.de
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