Ausbau der A 7 : Wo bleibt das Verkehrskonzept?

Enak Ferlemann (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, im Gespräch mit Redakteur Gerrit Bastian Mathiesen über den sechsspurigen Ausbau der Autobahn 7.
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Enak Ferlemann (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, im Gespräch mit Redakteur Gerrit Bastian Mathiesen über den sechsspurigen Ausbau der Autobahn 7.

Arbeiten die Landesregierungen schlecht zusammen? Das Bundesverkehrsministerium befürchtet Chaos, wenn Schleswig-Holstein und Hamburg keine Alternativrouten ausweisen.

shz.de von
04. September 2013, 16:00 Uhr

Der sechsspurige Ausbau der Autobahn 7 zwischen dem Dreieck Nordwest und Bordesholm sowie die Errichtung eines Deckels über der Bundesverkehrsstraße von Schnelsen gen Elbtunnel werden die Autofahrer jahrelang beschäftigen. Enak Ferlemann (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium des Bundes, befürchtet einen Infarkt auf den Straßen im Norden. Schließlich gebe es noch immer kein Konzept, wie der Verkehr sowohl im Nadelöhr Hamburg als auch in Schleswig-Holstein umgeleitet werden soll, um kilometerlange Staus zu vermeiden.

Das Problem zu beheben, sei Aufgabe der Länder, so Ferlemann im Gespräch mit dieser Zeitung. „Und ich will das nicht verhehlen: Wir sind sehr unzufrieden, dass noch kein Konzept vorliegt“, sagte er. Das Ministerium werde das Problem im Blick behalten und notfalls die Verantwortlichen in den Ländern – Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch – in die Pflicht nehmen, für Abhilfe zu sorgen. Andernfalls drohe ein Verkehrschaos.

„Die beiden Landesregierungen arbeiten sehr schlecht zusammen“, sagte der Bundestagsabgeordnete Ole Schröder (CDU) aus Rellingen während des Gesprächs im Pinneberger Medienhaus A. Beig. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands führte fort: „Das erleben wir auch beim Baustellenmanagement.“ Aus seiner Sicht müsste vor allem die Taktung der Regionalexpress-Züge verkürzt anstatt – wie geplant – verlängert werden. Dies sei ein erster Schritt, um während der mehrjährigen Bauphase mehr Menschen von der Straße auf die Schienen zu holen und so dem befürchteten Kollaps entgegenzuwirken.

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