Tangstedt : WM-Feeling beim Turnier

„Fair Play“ mahnten Schieds- und Linienrichter während der Begrüßung der Mannschaften auf dem Bolzplatz des Kindergartens.
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„Fair Play“ mahnten Schieds- und Linienrichter während der Begrüßung der Mannschaften auf dem Bolzplatz des Kindergartens.

Zahlreiche Schüler und Kita-Kinder kicken gemeinsam um die Wette.

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02. Juli 2014, 13:00 Uhr

Tangstedt | Mehrere Wochen lang liefen die Vorbereitungen: Maleika Wulff, stellvertretende Leiterin der Tangstedter Grundschule, und Michael Ohlert, Erzieher am Markus-Kindergarten, bereiteten das Projekt „WM-Turnier“ vor, an dem sowohl Kindergarten- als auch Schulkinder gemeinsam teilnahmen. „Wir wählten zwölf Spielführer aus der Grundschule aus, die dann ihre Mannschaften zusammenstellten, wobei jüngere und ältere Kinder bunt gemischt wurden“, beschreibt Wulff die Vorgehensweise.

Doch die Mannschaften einzuteilen und einen Spielplan aufzustellen, war nur ein kleiner Teil dessen, was die beiden Pädagogen auf die Beine stellten: Für das richtige WM-Feeling wurden zahlreiche Dekorationsartikel – vor allem natürlich Landesfahnen – angefertigt.

Ein Sanitätsteam wurde mit der medizinischen Betreuung der Spieler beauftragt und stand am Spielfeldrand bereit. Drei Moderatoren kommentierten abwechselnd jedes Spiel vom Kletterturm aus. Dafür war eine Lautsprecheranlage aufgebaut worden Schon von weitem waren die Kommentatoren zu hören. „Was ist denn da los, das gibt’s doch gar nicht“, rief der eine aufgeregt ins Mikrophon, schon schnappte sich der nächste das Mikro und brüllte „Gibt es doch, gibt es doch, das haben wir doch gesehen!“, sehr zum Amüsement der erwachsenen Zuschauer. Als Vertreterin der Presse lief Hanna (5) mit Presseausweis und Fotokamera übers Gelände, interviewte Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer und verfolgte aufmerksam das Spielgeschehen.

Professionell vorbereitet war auch das Gelände: Jede Mannschaft hatte ihren eigenen Aufenthalts- und Umkleidebereich. Wo wer zu finden ist und wo es Essen und Getränke gibt, war auf einem großen Geländeplan eingezeichnet. Daneben hing der Spielplan mitsamt Zeiteinteilung und Ergebnisliste. „Jetzt spielen gerade Holland und Argentinien um den dritten Platz“, erklärte Wulff. Welches Team welches Land verkörpere, sei erst am Morgen vor den Spielen per Los entschieden worden. „Es kann ja nur eine deutsche Mannschaft geben“, sagte Wulff und lachte.

Derweil besiegte die südamerikanische Mannschaft die Niederländer, beim Finale trat Japan gegen die Elfenbeinküste an. Gewonnen haben übrigens beide: Trotz Verlängerung und Elfmeterschießen konnte bei dem Match kein Siegestreffer erzielt werden.

„Es ist so toll zu sehen, welche sozialen Kompetenzen hier zum Tragen kommen: Die Älteren helfen den Jüngeren ganz selbstverständlich“, freute sich Kita-Leiterin Magitta Wallschläger. Ganz nebenbei lernten sich so die Kinder untereinander besser kennen – was wiederum den Übergang vom Kindergarten zur Schule erheblich erleichtere, so die Kita-Leiterin.

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