zur Navigation springen

Kreis Pinneberg : Wirtschaftsförderung legt Jahresbericht vor und ist zufrieden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unternehmen investieren etwa 66 Millionen Euro in der Region. Mittlerweile werden Gewerbeflächen knapp.

Kreis Pinneberg | Gewerbeflächen verkauft, auf denen Betriebe 440 Arbeitsplätze geschaffen haben: Die Gesellschafter und der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Pinneberg (Wep) bescheinigen deren Geschäftsführer Harald Schroers gute Arbeit. Gestern präsentierten der Aufsichtsratsvorsitzende Wilhelm Alms, Wep-Chef Schroers und Landrat Oliver Stolz als Vertreter des Mehrheitsgesellschafters Kreis Pinneberg den Jahresbericht für 2013.

Kerngeschäft der Wep, die zu etwa 90 Prozent dem Kreis Pinneberg und zu etwa 10 Prozent der Sparkasse Südholstein gehört, war in den vergangenen Jahren der Verkauf von Gewerbeflächen aus ihrem Bestand. Fünf Gewerbegebiete hatte die Wep bis Ende 2013 in der Entwicklung: in Elmshorn, Heede, Klein Offenseth-Sparrieshoop, Quickborn und Tornesch. 150 Anfragen nach insgesamt 100 Hektar hat die Wirtschaftsförderung laut Bericht bearbeitet. Sechs Hektar wurden tatsächlich verkauft. Wie viele Unternehmen genau sich diese sechs Hektar teilen, sagt Schroers nicht. „In Verbindung mit anderen veröffentlichten Geschäftsdaten wären sonst Rückschlüsse etwa auf Quadratmeterpreise möglich“, sagt der Geschäftsführer. Etwa zwei Drittel der Unternehmen kämen aus dem Kreis Pinneberg. Sie verlagerten also ihren Standort innerhalb der Region. „Mit den Grundstücksverkäufen haben wir insgesamt 440 Jobs gesichert“, sagt Schroers. Wie viele tatsächlich neu entstanden seien, ließe sich allerdings nicht genau beziffern.

Schroers liefert weitere Kennzahlen, die aus seiner Sicht den Erfolg der Wep dokumentieren. Die Kaufsumme aus der Flächenvermarktung von insgesamt sechs Millionen Euro löse nach Erfahrungen der Wep zusätzliche Investitionen für Gebäude, Ausrüstung, Maschinen, Werkzeuge oder Büroeinrichtungen in Höhe von 60 Millionen Euro aus. Außerdem würden für die etwa 440 Mitarbeiter Löhne in Höhe von etwa 15 Millionen Euro gezahlt, was eine Stärkung der Kaufkraft in der Region bedeute. Die Zahlen haben allerdings nur beschränkte Aussagekraft. Denn wo die Mitarbeiter wohnen, wo sie also einen Großteil ihres Gehalts ausgeben, lässt sich schwer sagen. Dasselbe gilt für Handwerksbetriebe aus der Region, die von den Investitionen profitieren könnten. Denn welche Bau- oder Dienstleistungsaufträge an örtliche Unternehmen gehen, ist ebenfalls unklar.

Für Stolz bleibt die Zahl der Arbeitsplätze aber die entscheidende Größe. „Jeder Arbeitsplatz, den die Wep über die Betreung von Unternehmensgründern, die Ansiedlung von Betrieben über Regionalentwicklung oder Werbung im Kreisgebiet halten kann, bringt bares Geld in die Kassen der Kommunen und des Kreises“, sagte Stolz. Mit Bezug auf die Ansiedlungen 2013 rechnet Schroers mit etwa einer Million Euro an Gewerbesteuer für die Kommunen, wovon etwa 400.000 Euro als Umlage an den Kreis Pinneberg gingen.

Ende 2013 hatte die Wep noch 15 Hektar Gewerbefläche im Bestand. Mitte 2014 waren es nur noch zwölf. Die Wep wird sich deswegen in Zukunft verstärkt um die Neuakquise kümmern. Der Kreistag hatte vor der Sommerpause beschlossen, dass die Wep auch neue Flächen kaufen darf. Derzeit lassen die Westküstenkreise Pinneberg, Steinburg, Dithmarschen und Nordfriesland laut Schroers ein Gutachten erstellen, das Gewerbegebiete entlang der A23 untersuchen soll.

Die Wep kümmert sich neben dem Grundstücksgeschäft auch um die klassische Wirtschaftsförderung. Dazu gehören etwa Gründerberatung, Frauenförderung und Messeauftritte.
Karte
zur Startseite

von
erstellt am 10.Sep.2014 | 16:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen