Tangstedt : Wird sie die neue Bürgermeisterin?

Nach einiger Überlegung und Gesprächen mit den Kollegen des Gemeinderats beschloss Henriette Krohn, sich für das Amt des Dorfoberhaupts zur Verfügung zu stellen.
Nach einiger Überlegung und Gesprächen mit den Kollegen des Gemeinderats beschloss Henriette Krohn, sich für das Amt des Dorfoberhaupts zur Verfügung zu stellen.

Henriette Krohn (parteilos) kandidiert nun doch. Aufgaben neu verteilt.

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27. Mai 2015, 16:00 Uhr

„Es gab viel Unmut im Dorf nach der gescheiterten Bürgermeisterwahl“, berichtet die stellvertretende und derzeit amtierende Tangstedter Bürgermeisterin Henriette Krohn. Daraufhin sei sie in sich gegangen und habe mit anderen Gemeindevertretern und Ausschussvorsitzenden zahlreiche Gespräche geführt. Das Ergebnis: „Ich habe einen Bürgerbrief verfasst und verteilt, in dem ich meine Kandidatur bekannt gebe.“

Das Zögern kam nicht von ungefähr. „Als Stellvertreterin kenne ich den Arbeitsaufwand, der mit dem Amt einhergeht“, sagt Krohn. Gemeinsam mit den anderen Gemeindevertretern sei jedoch ein Konzept erarbeitet worden, das die Aufgaben neu verteilt. „Die Ausschussvorsitzenden werden mehr Verantwortung übernehmen und die stellvertretenden Bürgermeister mehr Termine übernehmen, die bislang allein dem Bürgermeister oblagen“, erklärt Krohn. Zudem hätten alle Gemeinderäte ihre Unterstützung bei der Bewältigung der anfallenden Aufgaben angeboten. „Mehr Teamarbeit statt Einzelkämpfer – dafür hat keiner von uns die Zeit“, bringt Krohn es auf den Punkt.

Bis jetzt klappe das auch hervorragend, berichtet Krohn. „Die Bürger werden sich daran gewöhnen müssen, dass nicht nur der Bürgermeister ihre Fragen beantwortet“, sagt Krohn. Berufstätig ist sie ganz nebenbei auch noch: „Ich arbeite im Büro des Familienbetriebs“, sagt Krohn. Dabei könne sie sich die Zeit frei einteilen und auch tagsüber Termine wahrnehmen.

Unterstützung bekomme sie von allen drei Fraktionen, einen Gegenkandidaten werde es nicht geben. „Selbstverständlich muss das Ergebnis der Wahl am 24. Juni erst abgewartet werden“, betont Krohn. Doch mit Überraschungen rechnet derzeit niemand.

Den Tangstedtern ist Krohn nicht nur durch die politische Arbeit bekannt. Seit Jahren ist sie beim Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aktiv und leitet die Gemeindebücherei. Letzteres will sie beibehalten. „Die Bücherei ist keine Arbeit, sondern ein Vergnügen“, sagt sie und lacht.

Bei aller Verantwortung, die das neue Amt mit sich bringen wird, ist Krohns Triebfeder nach wie vor der Spaß an der politischen Arbeit. „Es ist toll, ganz konkret etwas bewegen zu können, Überzeugungsarbeit zu leisten und aktiv für das Dorf da zu sein“, sagt die Kandidatin.

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