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Halstenbek : Wird FDP-Parteichef Urban abgesägt?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Partei wählt am 13. Januar ihren Vorstand. Partei-Vize-Chef Pipping wehrt sich.

von
erstellt am 18.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Halstenbek | Die Abwahl von Halstenbeks FDP-Parteichef Rainer Urban ist beschlossene Sache. Zumindest aus Sicht des stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Pipping. Er unterstützt die Umfrage unter den Parteimitgliedern, am Mittwoch, 13. Januar, während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einen neuen Ortsvorstand zu wählen.

Was ist passiert? Wie das Pinneberger Tageblatt berichtete, hatte Urban seinem Parteifreund Unerfahrenheit und Inkompetenz vorgeworfen, sollte er den Vorsitz des Finanzausschusses für den verstorbenen Volker Dannhauer übernehmen. Dass es dazu nicht gekommen ist, zeigte die Neubesetzung der Fachausschüsse während der Ratssitzung Anfang Dezember. Heinrich Willing von den Grünen erhielt den Chefposten für Finanzen, Andreas Pauli kümmert sich um das Ressort Bauen.

Doch aus Sicht von Pipping ist die Angelegenheit damit nicht ausgestanden. Pipping fühlt sich von den Anschuldigungen Urbans verletzt. In einem Brief, der dieser Zeitung vorliegt, rückt der FDP-Politiker die Sicht der Dinge aus seiner Perspektive zurecht. „Es war der Wunsch von Volker Dannhauer, mich aufgrund meiner Kompetenzen und Erfahrungen im Ausschuss für Haushaltskonsolidierungen, kurz AG Finanzen, ab Gründung gleich dabei zu haben und es war sein ausdrücklicher Wunsch, dass ich sein Nachfolger im Vorsitz des Finanzausschusses werde“, heißt es in dem Schreiben. Dadurch habe die FDP sogar öffentlichkeitswirksam ein zusätzliches Rederecht in der Gemeindevertreterversammlung durch ihn als bürgerlichen Vorsitzenden des Finanzausschusses erhalten können.

Pipping legt nach: „Warum Herr Urban dieses zum Nachteil der Partei unter Verlust des Ausschussvorsitzes mit allen Mitteln – Betonung liegt auf allen – bereit ist zu verhindern, ist selbst für mich nur schwer zu verstehen.“ Er müsse es sich aber gründlich überlegt haben, so Pipping weiter. „Denn er hat schon am 31. August schriftlich per E-Mail mitgeteilt, ‚Ich werde die Fraktion verlassen und vorerst als Einzelkämpfer ohne Fraktionsbindung in den Gemeinderat einziehen.‘ Die von uns“ – gemeint sind die Fraktionsspitzen Ingrid Vater und Karsten Löffler – „gebauten Brücken hat er jedenfalls nicht genutzt. Nun muss er mit den Konsequenzen leben.“

Pipping fühlt sich vorgeführt und ins falsche Licht gerückt: „Einen Nachweis für seine vorgetragenen Behauptungen hat er bisher nicht erbracht, auch keine fach- und sachgerechten Beweise geliefert. Und nun stellt er auch noch Tatsachen auf den Kopf. Anders, als er in der Zeitung behauptet, hatte ich im Bauausschuss im Sinne der Anwohner gegen die Ansiedlung von weiterem Gewerbe am Verbindungsweg gestimmt.“

 

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