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Suchaktion : Wirbel um vermisstes Kind in Ellerbek

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein Dorf in Aufruhr: Am Montag war der elfjährige Dawid nicht mehr nach Hause zurückgekehrt. Abends meldete seine Mutter ihn als vermisst. Die Polizei suchte daraufhin mit Hunden und mehreren Hubschraubern im Umfeld. Am Dienstagmittag dann die erlösende Nachricht: Das Kind ist wohlauf.

Es ist der Alptraum jeder Eltern: Ihr Kind kommt nicht wie verabredet nach Hause. Warten, hoffen, bangen. Die Stunden vergehen, ein Gefühl der Machtlosigkeit macht sich breit. So erging es einem Ellerbeker Elternpaar am vergangenen Montag. Ihr elfjähriger Sohn Dawid war gegen 11 Uhr mit seinem Fahrrad aus dem Dorf in Richtung Rellingen gestartet. Von da an war das Kind spurlos verschwunden. Am späten Abend hielt es Dawids Mutter nicht mehr aus. Die verzweifelte Ellerbekerin wandte sich an die Polizei und meldete ihren Sohn als vermisst.

Die Beamten reagierten routiniert und verlioren keine Zeit: Sie schickten sofort mehrere Einsatzkräfte zu einer großangelegten Suchaktion in das Dorf. Unterstützung bekamen sie dabei von der Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB). Die ganze Nacht suchten die Einsatzkräfte zwischen Ellerbek und Rellingen nach dem vermissten Elfjährigen. Doch sie fanden ihn nicht. Das Kind war wie vom Erdboden verschluckt.

Bundespolizei suchte mit Hubschraubern

Nachdem es am Dienstagmorgen hell geworden war, wurden zusätzliche Beamte der Bundespolizei mit Hubschraubern über Ellerbek und Umgebung eingesetzt. Auch Polizeihunde kamen bei der Suche zum Einsatz. In der betroffenen Umgebung wunderten sich Anwohner über die Hubschrauber, die am Vormittag permanent über ihren Köpfen kreisten. Die Suche zog sich weiter hin. Gegen Mittag setzte die Polizei dann auch die Öffentlichkeit von der Suchaktion in Kenntnis. Sie gab Fotos sowie eine Beschreibung des Jungen und seines Fahrrads an die Presse heraus. Außerdem wurde ein Bürgertelefon eingerichtet. Daraufhin meldeten sich Zeugen, die den Jungen am Dienstagmorgen im Ellerbeker Röpenkampsweg gesehen hätten.

Kurze Zeit später die erlösende Nachricht: Dawid war gefunden und wohlauf. Polizeibeamten brachten das unversehrte Kind zurück nach Hause. Befragungen ergaben dann eine ungewöhnliche Auflösung: Dawid hatte bei einem Freund übernachtet. Diesen hatte er gestern eher zufällig getroffen. Sie spielten zusammen, bauten eine Höhle. Spontan entschied sich Dawid dazu, bei seinem Freund zu schlafen. Schließlich hatten die Ferien gerade begonnen. Den Eltern seines Freundes versicherte Dawid, dass er das Einverständnis seiner Mutter eingeholt habe – was aber nicht der Fall war.

Auch Stunden nach seiner Heimkehr war Dawids Mutter nicht in der Lage über die Geschehnisse zu sprechen. Zu sehr hatten sie die vergangenen Stunden mitgenommen und emotional aufgewühlt.

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erstellt am 08.Okt.2013 | 19:26 Uhr

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