Das Sonntagsgespräch : „Wir wollen ältere und jüngere Senioren zusammenbringen“

Peter Geßner  möchte auch im Ruhestand nicht auf den Kontakt zu anderen Menschen verzichten.

Peter Geßner  möchte auch im Ruhestand nicht auf den Kontakt zu anderen Menschen verzichten.

Peter Geßner, Vorsitzender des Clubs Aktive Senioren Pinneberg, im Interview mit shz.de.

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04. Februar 2018, 14:00 Uhr

Peter Geßner ist Vorsitzender des Clubs Aktive Senioren Pinneberg. Im Sonntagsgespräch erklärt er unter anderem, was den Verein auszeichnet und warum ihm sein ehrenamtliches Engagement so wichtig ist.

Wie sieht die Arbeit des Vereins aus?
Die Arbeit basiert auf drei Säulen. Die erste Säule sind die regelmäßigen Dienstagstreffen im Borstel-Hohenradener Schützenhof, die mit Auftritten von Künstlern, Lesungen, Modeschauen oder anderen thematischen Schwerpunkten verbunden werden. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen. Der zweite Schwerpunkt sind die Tagesfahrten. Dritte Säule sind die mehrtägigen Ausfahrten. Der Zuspruch ist bei den Dienstagstreffen und den Tagesfahrten sehr groß. Die Resonanz auf die mehrtägigen Reisen könnte dagegen größer sein.

Peter Geßner (69) ist seit Anfang 2017 Vorsitzender des Clubs Aktive Senioren Pinneberg. Der frühere Lehrer wurde in Thüringen geboren und wohnt seit 2015 in Pinneberg-Waldenau. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter, die beide im Kreis Pinneberg leben.


Was ist 2018 geplant?

In diesem Jahr sind fünf Tagesfahrten geplant. Im Hansa-Theater in Hamburg sind wir bereits gewesen. Im März geht es nach Husum, im Juli folgt eine Stadtrundfahrt durch Hamburg. Wir besichtigen unter anderem die Elbphilharmonie und das Containerterminal am Hafen. Für Ende August ist eine Fahrt in die Lüneburger Heide geplant. Im November geht es nach Appelbeck zum Karpfenessen. Dazu sind drei mehrtägige Reisen vorgesehen. Im April ist das Münsterland das Ziel, im Juni fahren wir in das Elsass und im September geht es in mein Heimatbundesland Thüringen. An den Ausfahrten und Reisen können übrigens auch Nichtmitglieder teilnehmen.

Wie viele Mitglieder hat der Verein?
Wir haben derzeit 114 Mitglieder. Die kommen nicht nur aus Pinneberg, sondern aus dem gesamten Kreisgebiet.

Wie sind Sie zum Verein gekommen?
Der frühere Vorsitzende Heinz Tackmann hatte mich gefragt, ob ich diese Aufgabe übernehmen würde. Er wollte ins zweite Glied zurücktreten und wusste, dass ich mich ehrenamtlich engagieren möchte, weil ich für den Pinneberger Seniorenbeirat kandidiert hatte, allerdings nicht gewählt wurde. Ich habe mich nach der Anfrage informiert, wie der Verein arbeitet und war nach kurzer Bedenkzeit bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Bisher bereitet mir die Arbeit sehr viel Freude und ich hoffe, dass ich sie noch lange weiterführen kann.

Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich?
Das hängt vermutlich damit zusammen, dass ich dank meiner Arbeit als Lehrer 40 Jahre lang immer Kontakt zu anderen Menschen hatte. Darauf möchte ich auch im Ruhestand nicht verzichten. Die Kontaktfreudigkeit ist einfach ein Teil meines Wesens.

Was zeichnet den Club Aktive Senioren aus?
Dass wir unserem Namen alle Ehre machen. Wir sind wirklich ein unglaublich aktiver Verein. Wenn etwas zu tun ist, findet sich immer jemand, der mit anpackt und hilft. Fast alle bringen sich gerne in das Vereinsleben ein. Das ist in unserer heutigen Zeit beileibe nicht selbstverständlich. Ich finde es auch bemerkenswert, dass bei unseren regelmäßigen Treffen immer mehr als 50 Senioren und Seniorinnen dabei sind. Diese Resonanz motiviert mich, noch mehr zu tun.

Gibt es Probleme, mit denen der Verein zu kämpfen hat?
Der Altersschnitt bei uns ist relativ hoch. Wir wollen deshalb versuchen, ältere und jüngere Senioren zusammenzubringen und hoffen, so die Mitgliederzahl zu erhöhen. Um uns noch mehr zu öffnen, haben wir einen Internetauftritt entwickelt, unser Logo modernisiert und das Jahresprogramm erstmals in Farbe veröffentlicht.

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