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Pinneberger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 23:02 Uhr

Hasloh : „Wir lieben und leben Feuerwehr“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Auftaktveranstaltung zum 125. Geburtstag am Gründungstag und -ort.

von
erstellt am 11.Apr.2015 | 12:00 Uhr

Hasloh | „Genau hier, vor genau 125 Jahren, versammelten sich 28 Männer, um die freiwillige Feuerwehr Hasloh zu gründen“, sagte Wehrführer Thomas Krohn am Donnerstagabend während seiner Begrüßung zum Fest-Kommers. Etwa 200 Gäste waren der Einladung in den geschmückten Saal des Landhauses Schadendorf an der Kieler Straße gefolgt.

„Ein Zehntel dieser Zeit, zwölfeinhalb Jahre, bin ich hier Wehrführer – und unsere Truppe ist etwas ganz besonderes“, so Krohn. Fest im Dorf verwachsen freuten sich Bürger, die Kameraden zu sehen uns stellten bereitwillig Übungsmöglichkeiten zur Verfügung. „Wir lieben und leben Feuerwehr“, betonte Krohn. Selbst nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst blieben die Kameraden der Wehr verbunden. „Das älteste Mitglied, Curt Brandt, ist seit 67 Jahren, fünf Monaten und drei Tagen bei der Feuerwehr“, berichtete Krohn über den 88-Jährigen Hasloher.

Kreispräsident Burkhard Tiemann erinnerte an den spektakulärsten Einsatz der Hasloher im September 1971, als in der Nähe der Gemeinde ein Flugzeug abstürzte. „Ich entsinne mich noch ganz genau an das Schreckensszenario, dem die jungen Kameraden damals ausgesetzt waren“, sagte Tiemann. Die Wehr habe Unglaubliches geleistet und setze auch heute noch Gesundheit oder sogar das eigene Leben aufs Spiel, um anderen zu helfen. „Ich danke allen Unterstützern, den Partnern, Kindern und auch den Arbeitgebern, dass sie das mittragen“, so Tiemann. Als Geschenk überreichte er Krohn eine bronzene Glocke des Landes Schleswig-Holstein.

Ralf Kirchhoff, stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbands, stellte die Frage nach dem Wert der Freiwilligen Feuerwehr in den Raum. „Die Personal- und Materialkosten für sechs Feuerwehrbeamte, die rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit sind, würden sich auf etwa zwei Millionen Euro belaufen“, rechnete Kirchhoff vor. In Schleswig-Holstein gebe es 1367 Freiwillige Feuerwehren mit 50.000 Mitgliedern. Dieser Zahl stünden gerade einmal vier Berufsfeuerwehren mit 750 Beamten gegenüber.

Qualitative Ausbildung

Auch die Frage nach der Qualität der Ausbildung beantwortete Kirchhoff eindrucksvoll: „Als Ausbilder der Zugführer habe ich hautnahe Erfahrung und bin immer wieder fasziniert über die Vielfältigkeit der Kenntnisse der freiwilligen Kameraden“, berichtete Kirchhoff. „Hier fließen jahrelange Berufserfahrungen aller Gewerke in die Arbeit mit ein – genau das brauchen wir im Einsatz“, so der Ausbilder, der Hasloh zu einer leistungsfähigen Wehr gratulierte.

Mit lang anhaltendem Applaus begrüßten die Hasloher ihren ehemaligen Pastor und Feuerwehr-Kameraden Jens Augustin. „Die Zeit in Hasloh hat mich geprägt, ich habe hier wertvolle Erfahrungen gemacht“, bedankte sich Augustin. Dazu zähle auch das Grillen beim Pfingstkonzert mit einer Schweißer-Schürze. „Ganz besonders freut mich aber, dass ich hier ehemalige Konfirmandinnen sehe, die jetzt bei der Feuerwehr ihre Frau stehen“, so der Pastor.

Zum Abschluss vereidigte Brummund Wehrführer Krohn sowie seinen Stellvertreter Lars Breckwoldt und verabschiedete den ehemaligen Stellvertreter Alexander Ketseridis. Krohn wiederum beförderte drei Kameraden und ehrte ein langjähriges Mitglied.

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