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Pinneberger Tageblatt

18. August 2017 | 01:42 Uhr

"Wir legen die Akten nie weg"

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Kreis Pinneberg | Die für den Kreis Pinneberg zuständige Mordkommission in Itzehoe hat einige Fälle in den Akten, die sie bis heute nicht aufklären konnte. Obwohl einige Fälle teilweise mehr als 30 Jahre zurückliegen, wird auch heute noch ermittelt.

"In allen Fällen versuchen wir DNA-fähiges Material zu prüfen", sagte Siegfried Lindhorst (kleines Foto), Leiter der Itzehoer Mordkommission. Wenn etwas in den Aservarten gefunden wird, wird dieses Material mit den Personen abgeglichen, die damals in die Fälle involviert waren. Das können dann Verdächtige sein, gegen die bereits ermittelt wurde - aber auch Unbeteiligte, wie etwa Familienangehörige. Der technische Fortschritt spielt den Ermittlern hierbei in die Karten.

Eine Warnung richtet Lindhorst an die Täter: "Jemand, der mit einem Mord zu tun gehabt hat, kann sich nie sicher sein. Wir legen die Akten nie weg", so der Kriminalhauptkommissar. Für die Ermittler gebe es auch nach so langer Zeit genug Ansporn, weiter an den Fällen dranzubleiben.

Eine Besonderheit im Kreis Pinneberg sei die Nähe zur Großstadt Hamburg. "Die Menschen leben hier anonymer als in anderen Landkreisen. Nicht jeder kennt mehr jeden in seiner Nachbarschaft, außerdem kümmert man sich nicht unbedingt um das, was beim Nachbarn passiert", beschreibt Lindhorst die Situation im Kreis. Im Kreis Dithmarschen, wo die Itzehoer Mordkommission ebenfalls zuständig ist, sei das anders.

Wer Hinweise zu den Tätern der beschriebenen Fälle liefern kann, sollte sich an die Itzehoer Polizeidirektion wenden. Telefon: (0 48 21) 60 20.

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erstellt am 17.Aug.2013 | 03:14 Uhr

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